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Minister Shahbaz Bhatti will nach einem Todesurteil gegen eine 45-jährige Christin das Blasphemie-Gesetz in Pakistan überprüfen lssen.

Christin in Pakistan wegen Blasphemie zum Tode verurteilt

Islamabad - Eine 45-jährige Christin soll in Pakistan sterben, weil sie angeblich negativ über den Propheten Mohammed geredet habe. Jetzt will der zuständige Minister das Blasphemie-Gesetz des Landes überprüfen lassen.

Nach dem Todesurteil für dike Christin in Pakistan hat der pakistanische Minister für Minderheiten eine Überprüfung des umstrittenen Blasphemie-Gesetzes gefordert. Der ebenfalls christliche Minister Shahbaz Bhatti sagte der Nachrichtenagentur dpa am Freitag in Islamabad: “Das Blasphemie-Gesetz wird missbraucht.“

Am Montag hatte ein Strafgericht im Distrikt Nankana Sahab in der zentralpakistanischen Provinz Punjab die 45-jährige Christin Asia B. zum Tode durch den Strang verurteilt. Ihr wird vorgeworfen, sich abfällig über den Propheten Mohammed geäußert zu haben.

Es ist das erste Todesurteil gegen eine Frau unter dem Blasphemie-Gesetz. Menschenrechtsgruppen kritisierten das Urteil scharf. Bhatti sagte: “Ich hoffe, dass das Urteil von einer höheren Instanz gekippt wird.“ Er habe sein Ministerium angewiesen, die Christin juristisch zu unterstützen. Zum Blasphemie-Gesetz sagte er: “Menschen nutzen dieses Gesetz, um Rechnungen untereinander zu begleichen und politisch oder religiös motivierte Rache zu üben.“

Viele unschuldige Angehörige der religiösen Minderheiten, aber auch der muslimischen Mehrheit seien Opfer des Gesetzes geworden, sagte Bhatti. “Alle politischen Parteien und religiösen Anführer, besonders von der muslimischen Mehrheit, sollten das Blasphemie-Gesetz überdenken, unter dem grundlose Anzeigen gegen unschuldige Menschen erstattet werden.“

dpa

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