"Außerehelicher Sex"

Nach Vergewaltigungs-Anzeige: Frau verurteilt

Den Haag - Eine niederländische Touristin, die in Katar eine
Vergewaltigung angezeigt hatte, ist selbst verurteilt worden. Ihr mutmaßlicher Peiniger wurde ebenfalls bestraft.

Eine niederländische Touristin, die nach eigenen Angaben vergewaltigt worden war, ist im Ölstaat Katar wegen außerehelichen Geschlechtsverkehrs zu einem Jahr Gefängnis auf Bewährung verurteilt worden. Das Gericht ordnete am Montag in der Hauptstadt Doha außerdem die Ausweisung der 22-Jährigen an. Zuvor muss die junge Frau aus Utrecht jedoch eine Geldstrafe von umgerechnet 750 Euro zahlen. Dies teilte das niederländische Außenministerium am Montag in Den Haag mit.

Laura B. hatte ausgesagt, dass jemand sie betäubt habe. Später sei sie mit zerrissenen Kleidern in einer fremden Wohnung wach geworden. Als sie Anzeige wegen Vergewaltigung erstatten wollte, war sie nach Angaben ihres Anwalts selbst festgenommen worden. Demnach war sie seit März in Katar festgehalten worden.

Der mutmaßliche Vergewaltiger wurde nach Berichten niederländischer Reporter in Katar zu 140 Peitschenschlägen verurteilt. Er hatte den Vergewaltigungsvorwurf bestritten.

Vergewaltigung gilt in dem Ölstaat als außerehelicher Geschlechtsverkehr, was strafbar ist. 

dpa/afp

Rubriklistenbild: © dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Tödliches Autorennen: Raser wegen Mordes verurteilt
Beim illegalen Rennen von zwei jungen Rasern stirbt ein unbeteiligter Autofahrer. Das Urteil des Berliner Gerichts wurde mit Spannung erwartet. Der Schuldspruch: Mord.
Tödliches Autorennen: Raser wegen Mordes verurteilt
Schnee und Sturm: Humorloses Wetter nach närrischen Tagen
Offenbach - Momentan feiern die Narren noch Karneval und Fasching. Doch mit Ende der fünften Jahreszeit zeigt sich plötzlich auch das Wetter humorlos. Sturm und Schnee …
Schnee und Sturm: Humorloses Wetter nach närrischen Tagen
Hunderttausende bei Rosenmontagszügen - Spott für Trump
Köln/Düsseldorf/Mainz - Die Rosenmontagszüge rollen wieder. Diesmal besonders im Visier des Narren-Spotts: US-Präsident Donald Trump. Auf den Straßen feiern …
Hunderttausende bei Rosenmontagszügen - Spott für Trump
Mann starb bei illegalem Autorennen: Raser wegen Mordes verurteilt
Berlin - Bei einem illegalen Autorennen am Ku‘damm starb im vergangenen Jahr ein unbeteiligter Mann. Nun wurden die Raser verurteilt - und zwar wegen Mordes.
Mann starb bei illegalem Autorennen: Raser wegen Mordes verurteilt

Kommentare