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Nachbeben halten Japaner in Atem

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- Tokio- Nach dem schweren Erdbeben in Japan vom Sonntag haben Dutzende von Nachbeben die Bewohner im Norden der Insel Kyushu nicht zur Ruhe kommen lassen. Eine Erschütterung der Stärke 4,2 auf der Richterskala ließ die schwer betroffene Provinz Fukuoka am frühen Montag erneut erzittern. Etwa 2800 Menschen mussten laut Polizei ihre Häuser verlassen. Durch das Beben der Stärke 7,0 auf der Richterskala am Vortag waren eine Frau getötet und etwa 500 Menschen verletzt worden. Etwa 800 Häuser sind teils schwer beschädigt. Die Behörden warnten auch für die nächsten Tage vor weiteren Nachbeben.

Die Polizei in Fukuoka schickte am Montag ein 40-köpfiges Notfallteam auf die am schwersten getroffene kleine Insel Genkai, um die bereits am Vortag dorthin entsandten Soldaten und Feuerwehrleute zu unterstützen. Die meisten der etwa 700 Bewohner Insel, die 18 Kilometer von Zentral-Fukuoka entfernt liegt, waren in Sicherheit gebracht worden. "Der Schaden ist ernst", sagte Gouverneur Wataru Aso am Montag. Mehr als 200 Häuser sind beschädigt, 16 davon völlig zerstört. Eventuell könnten Notunterkünfte für die geflohenen Bewohner auf der Insel errichtet werden, sagte Aso.

Von den Verletzten erlitten etwa 50 Knochenbrüche und andere ernste Verletzungen, berichteten Medien. Viele Bewohner seien durch zersprungene Fensterscheiben und eingestürzte Mauern verletzt worden. Derweil wurden am Montag in einem Stadtteil von Fukuoka 24 Menschen wegen akuter Erdrutschgefahr aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Fabriken in der südwestlich gelegenen Wirtschaftsregion wurden Medien zufolge nicht ernsthaft beschädigt. Auch der Betrieb von Atomanlagen in der Region sei nicht beeinträchtigt gewesen.

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