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Nacht zum 1. Mai weitgehend friedlich

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Berlin/Hamburg - Die Nacht zum 1. Mai ist in Deutschland weitgehend friedlich verlaufen. In Berlin, wo es früher zum Teil schwere Krawalle gegeben hatte, war die Nacht nach Angaben der Polizei so friedlich wie seit zehn Jahren nicht mehr.

Nach kleineren Auseinandersetzungen im Stadtteil Prenzlauer Berg wurden rund 20 Menschen festgenommen. Ebenfalls zu kleineren Zusammenstößen von Randalierern mit der Polizei kam es im Hamburger Schanzenviertel. Hier wurden nach Steinwürfen auf Polizisten vier Menschen in Gewahrsam genommen.

Mit einem Großaufgebot an Beamten will die Polizei heute vor allem in Hamburg und Nürnberg bei Aufmärschen von Rechtsextremen und Gegendemonstrationen gewalttätige Auseinandersetzungen verhindern. Auch in Berlin ist die Polizei auf mögliche Ausschreitungen am Rande der Demonstrationen zum 1. Mai vorbereitet.

In der Hauptstadt blieb es in diesem Jahr bislang weitgehend ruhig. In der Nacht wurden laut Polizei im Stadtteil Prenzlauer Berg Beamte von Besuchern eines Festes mit Flaschen beworfen. Ein Beamter habe sich verletzt. Am frühen Morgen brannten im selben Stadtteil zwei Autos.

In Hamburg flogen nach Polizeiangaben im Bereich des Linken-Szenetreffs «Rote Flora» Steine auf Beamte. Ein Polizist sei leicht an der Hand verletzt worden. Die Scheiben einer Sparkasse gingen zu Bruch. Randalierer zündeten Müllcontainer an. Die Polizei setzte auch mehrere Wasserwerfer ein. Nach Angaben des Polizeisprechers beruhigte sich die Situation nach kurzer Zeit. Bis zum Morgen wurden keine weiteren Zwischenfälle gemeldet. Eine Demonstration mit rund 1000 Teilnehmern war am Mittwochabend zunächst friedlich verlaufen.

Heute wollen in der Hansestadt rund 700 Anhänger der rechten Szene demonstrieren. Die Polizei rechnet mit mehreren tausend Gegendemonstranten. Sie will beide Gruppierungen voneinander trennen, um Ausschreitungen zu verhindern. Im fränkischen Nürnberg soll ein Aufgebot von 3000 Beamten die zentrale Mai-Kundgebung der NPD abschirmen. Die Polizei rechnet mit mehr als 10 000 Gegendemonstranten. Bei ihrer Kundgebung wird auch der bayerische Ministerpräsident Günther Beckstein (CSU) sprechen.

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