Nackt in Zelle: Knacki bekommt 10.000 Euro

Straßburg - Für die siebentägige nackte Unterbringung in einer Zelle erhält ein Ex-Häftling eine Entschädigung in Höhe von 10.000 Euro. Das entschied der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte.

Das hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) am Donnerstag in Straßburg entschieden. Der Mann war im Oktober 2000 für eine Woche lang ohne Bekleidung in einer Sicherheitszelle der hessischen Justizvollzugsanstalt Butzbach untergebracht. Dies verstoße gegen die Europäische Menschenrechtskonvention, hieß es. Dadurch sei das Verbot unmenschlicher und erniedrigender Behandlung verletzt worden.

Die Beschwerde gegen die Bundesrepublik Deutschland war von dem 1953 geborenen und heute in Frankfurt am Main lebenden Ex-Häftling Herbert H. erhoben worden. Er war entkleidet worden, um ihn angeblich vor Selbstverletzungen zu schützen.

dapd

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