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Nächste Woche hat der bis jetzt goldene Herbst ein Ende und der Regen kommt nach Deutschland zurück

Nächste Woche kommt der Regen zurück

Berlin - Trockene Äcker, sinkende Pegelstände: Viel geregnet hat es in Teilen Deutschlands schon lange nicht mehr. Nächste Woche soll sich das ändern.

Am Rhein sitzen Schiffer wegen Niedrigwasser auf dem Trockenen, Skifahrer warten auf Schnee, Bauern brauchen Regen für ihr Getreide: Der trockene November macht vielen Menschen in Deutschland zu schaffen. Für kommende Woche ist nun aber Regen angesagt. “Zum Mittwoch hin kommt wieder eine neue Regenfront“, sagte Meteorologin Dorothea Paetzold am Samstag in Offenbach. Vor allem Süddeutschland sei derzeit sehr trocken, die Waldbrandgefahr bleibe dort nach wie vor hoch. “Für November ist das außergewöhnlich.“

Der niedrige Wasserstand des Rheins brockte der Schifffahrt mancherorts eine Zwangspause ein. Viele Frachter sind zudem nur noch mit weniger Ladung unterwegs. “Es gibt bestimmt schon einige Schiffe, die unser Revier nicht mehr befahren, weil es sich nicht mehr lohnt“, sagte Florian Krekel vom Wasser- und Schifffahrtsamt in Bingen in Rheinland-Pfalz. Derzeit sei der Wasserstand auf den tiefsten Punkt des Jahres gesunken. “Es wird noch eine Weile trocken bleiben.“

Eine solche Trockenheit im Herbst ist nach Ansicht der Internationalen Kommission zum Schutz des Rheins sehr ungewöhnlich. “Normalerweise ist die absolute Niedrigwasserphase zwischen September und Oktober“, sagte die stellvertretende Geschäftsführerin Anne Schulte-Wülwer-Leidig in Koblenz.

Einige Fähren haben ihren Betrieb vorläufig eingestellt. Mit Einschränkungen haben auch die Ausflugsschiffer auf dem Rhein zu kämpfen. “Wir können nicht mehr überall anlegen, aber wir fahren noch“, sagte eine Sprecherin der Loreley-Linie Weinand in Kamp-Bornhofen.

Der Sommer 2011 war nass, dafür gab es im Oktober und November fast keine Niederschläge. “Grundsätzlich gehören Niedrig- und Hochwasser aber zum Wesen eines Flusses“, sagte Schulte-Wülwer-Leidig. Im Jahr 2003 etwa sei der Wasserstand des Rheins noch niedriger gewesen. Die Auswirkungen auf die Tierwelt im Fluss hielten sich derzeit in Grenzen. “Das liegt daran, dass wir keine hohen Temperaturen haben wie im Sommer.“

Die Trockenheit lässt auch die Pegelstände in Bayern, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg weiter sinken. Auf dem Oberrhein fahren einige Schiffe mit weniger Ladung, um Tiefgang zu verringern. Wie die Hochwasser-Vorhersage-Zentrale in Karlsruhe am Samstag mitteilte, liegt der Wasserstand in Maxau bei Karlsruhe mit 3,35 Metern deutlich unter dem mittleren Stand von 5,13 Metern. Auch am Bodensee liegt der Wasserstand am Pegel Konstanz niedriger als normalerweise zu dieser Jahreszeit.

In Nordrhein-Westfalen fielen mehrere Rhein-Pegelstände weiter, darunter in Duisburg-Ruhrort. Große Schiffe und schwere Schubverbände können schon seit längerem nicht mehr voll beladen fahren. Vergangene Woche hatte das Wasser- und Schifffahrtsamt mit einem Pegelstand von 2,06 Metern in Duisburg-Ruhrort ein historisches Novembertief registriert.

Kritische Werte seien zumindest in Bayern noch nicht erreicht, sagte ein Sprecher des dortigen Landesamts für Umwelt. Besonders betroffen ist die Donau. Dort seien die durchschnittlichen Abflusswerte bei Niedrigwasser an fast allen Messstellen unterschritten. Letzte Glutnester von einem Waldbrand bei Lenggries in Oberbayern konnten zum Wochenende gelöscht werden.

Ob der November der trockenste seit Beginn der Messungen wird, ist laut DWD noch unklar. In den letzten Tagen des Monats werde es noch regnen. “In der nächsten Woche ist auf alle Fälle Änderung angesagt“, sagte Paetzold.

dpa

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