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Blumen, Kerzen und Fotos sind am Ufer eines Gewässers in Apen (Niedersachsen) zu sehen. Am Samstag waren hier zwei Sportboote zusammengestoßen. Bei dem Unfall kamen eine 24-jährige Frau und ein 27-jähriger Mann ums Leben, sechs weitere Personen wurden verletzt.

Hafenfest abgebrochen

Zwei Tote bei nächtlichem Bootsunfall - Ursachen unklar

Apen - Kein Licht, zu viel Alkohol getrunken? Die Ermittler rätseln, warum sich zwei Sportboote bei Nacht auf einem niedersächsischen Gewässer rammten. Klar sind nur die Folgen.

Der nächtliche Rammstoß zweier Sportboote in Niedersachsen hat zwei junge Menschen das Leben gekostet. Eine 24-jährige Frau und ein 27 Jahre alter Mann waren sofort tot, als ihr Boot mit einem anderen auf einem Gewässer bei Apen zusammenstieß. „Es sieht fast so aus, als ob die Boote übereinander gefahren sind“, sagte Polizeisprecher Frank Vehren. Vermutlich habe die Schraube die Opfer am Kopf verletzt.

Die Ursache des Unfalls am frühen Samstagmorgen nach einem Hafenfest blieb zunächst unklar. Es gebe keine neuen Erkenntnisse, sagte Vehren am Sonntag. Sechs weitere Menschen wurden bei dem Unfall verletzt, die meisten konnten inzwischen das Krankenhaus verlassen. Der Zustand einer lebensgefährlich verletzten 23-Jährigen sei stabil. Am Tag nach dem Unfall schmückten Blumen, Kerzen und Fotos das Ufer.

Hatten die Verunglückten Alkohol intus?

Die Ermittler prüfen, ob die jungen Menschen Alkohol getrunken hatten. Von allen Beteiligten seien Blutproben genommen worden, Ergebnisse solle es am Dienstag geben, sagte der Polizeisprecher. Die Leichen sollten obduziert werden, die Boote wurden beschlagnahmt und werden von Sachverständigen untersucht. Beide Boote waren mit jeweils vier Personen besetzt, als es gegen 2.00 Uhr morgens zu dem Unfall kam. Die jüngste der Beteiligten ist 18 Jahre alt.

Unklar blieb neben der direkten Unfallursache auch, ob die Boote zur Unglückszeit beleuchtet waren. Es ist erlaubt, nachts auf dem Barßeler Tief zu fahren. Die Polizei geht davon aus, dass sich die beiden Gruppen kannten. Die meisten von ihnen kamen aus Barßel und der Region. Und: „Zwei Cousinen waren auf zwei Boote verteilt“, sagte der Sprecher. Den Ermittlungen zufolge waren beide Sportboote im Barßeler Hafen gestartet, wo ein Hafenfest gefeiert wurde.

Nach Angaben des Touristikvereins Barßel-Saterland wurde das Hafenfest, das eigentlich bis Sonntag dauern sollte, nach dem Unfall abgebrochen. Alle seien erschüttert, sagte Geschäftsführer Jens Lindstädt noch am Samstag. „Wir sind außerstande, das fortzuführen. Nach dem Vorfall ist niemandem zum Feiern zumute.“

dpa

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