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Mehrere  Todesopfer sind zu beklagen nach dem schweren Zugunglück in der Nähe von Paris.

190 Verletzte in der Nähe von Paris

Mehrere Todesopfer bei schwerem Zugunglück

Paris - Frankreich freute sich auf ein unbeschwertes Wochenende zum 14. Juli - doch bei einem verheerenden Zugunglück südlich von Paris werden mindestens sechs Menschen getötet und neun schwer verletzt.

Desaster in Frankreich: Bei einem verheerenden Zugunglück südlich von Paris sind am Freitag mindestens sechs Menschen getötet und neun weitere schwer verletzt worden. Dies teilte das Innenministerium am Abend mit und korrigierte damit die Opferzahl etwas nach unten. Etwa 190 weitere Menschen wurden leichter verletzt oder wegen Schocks behandelt. Es handelt sich um das schlimmste Zugunglück in Frankreich seit Jahren.

Zunächst hatte Innenminister Manuel Valls mindestens sieben Tote vermutet. Präsident François Hollande sagte Termine in Paris ab und eilte zum Unglücksort. Er sagte, man habe eine Untersuchung zur Unfallursache eingeleitet. Der Präsident versprach Solidarität mit den Opfern und lobte den Einsatz der Rettungskräfte. Rund 300 Feuerwehrleute, 20 medizinische Einsatzteams und acht Helikopter wurden zum Unfallort verlegt, wie das Innenministerium mitteilte.

Die französische Bahngesellschaft SNCF sprach von einer Katastrophe. Der gesamte Zugverkehr vom Gare d'Austerlitz in Paris wurde nach dem Unglück gestoppt - ausgerechnet vor dem starken Reisewochenende zum Nationalfeiertag 14. Juli am kommenden Sonntag.

Der voll besetzte Intercity war gegen 17.15 Uhr auf dem Weg von Paris ins rund 400 Kilometer entfernte Limoges entgleist und in den Bahnhof des Orts Brétigny-sur-Orge etwa 20 Kilometer südlich der Hauptstadt gerast. An Bord befanden sich nach Angaben der Gesellschaft SNCF etwa 385 Passagiere. Vier Waggons seien an der Unglücksstelle aufeinander getürmt, sagte ein SNCF-Sprecher.

„Ich hörte einen lauten Krach, eine Sandwolke legte sich über alles“, berichtete der Augenzeuge Bazgua El Mehdi der Zeitung „Le Parisien“. Als sich der Staub gelegt habe, sei ihm klar geworden, dass es sich nicht um einen Güter-, sondern um einen Personenzug gehandelt habe. „Viele Passagiere in dem (Zug) haben geweint“, sagte er.

Ein Passagier sagte dem Fernsehsender BMF, der Zug sei mit normaler Geschwindigkeit gefahren. Ein Stopp in Brétigny-sur-Orge sei nicht vorgesehen gewesen. Er beschrieb, wie Kinder ganz allein durch das Chaos nach dem Unglück geirrt seien. Zahlreiche Unfallhelfer seien vor Ort.

Ursprünglich seien zwei Waggons - Nummer drei und vier - entgleist und hätten dann weitere Waggons aus den Schienen gehoben, erklärte SNCF-Chef Guillaume Pepy. „Einige Waggons sind einfach entgleist, andere haben sich geneigt, weitere sind gekippt“, sagte er.

Schweres Unglück nahe Paris: Regionalzug entgleist

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ap

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