+
Anbauer von Erbsen und Bohnen werden mit Ernteeinbußen rechnen müssen. Foto: Wolfram Kastl/Illustration

Nanovirus greift Pflanzen an: Keine Gefahr für Verbraucher

Braunschweig (dpa) - Nanoviren haben deutschlandweit Erbsen- und Ackerbohnenpflanzen im großen Stil befallen. Die Folge seien starke Vergilbungen und gestauchte Triebspitzen mit deformierten Blättern, teilte das Julius Kühn-Institut (JKI), Bundesforschungsinstitut für Kulturpflanzen, in Braunschweig yxmit.

Für Verbraucher bestehe keine Gefahr, sagte Sprecherin Gerlinde Nachtigall. "Pflanzenviren sind nicht schädlich für Menschen und Tiere."

Die Anbauer von Erbsen und Bohnen werden allerdings mit Ernteeinbußen rechnen müssen. "Eine befallene Pflanze hat weniger Energie, die Früchte können nicht richtig ausgebildet werden", sagte Nachtigall. Übertragen wird die Viruskrankheit von der Blattlaus, die das Virus beim Saugen an einer befallenen Pflanze aufnimmt und so an die nächste weitergibt.

Dass sich das Virus, das 2009 erstmal in Deutschland in einem Bestand in Sachsen-Anhalt entdeckt worden sei, so schnell und flächendeckend ausbreite, sei nicht zu erwarten gewesen, sagte Nachtigall. Das Wetter mit Wärme und Feuchtigkeit sei aber "für Blattläuse ein gefundenes Fressen". So könnten aus einer Blattlaus in einem Jahr eine Million werden.

Aus ganz Deutschland seien in den vergangenen Wochen Proben zur Untersuchung ins Institut geschickt worden. In diesem Frühsommer seien flächendeckend ganze Felder an Hülsenfrüchten befallen. Diese Virusepidemie gefährde die gewollte und aus ökologischer Sicht sinnvolle Ausweitung des Hülsenfrüchte-Anbaus, sagte Nachtigall.

Julius-Kühn-Institut, Pressemitteilung

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Musste Frau aus religiösen Gründen sterben? 
Heilbronn - Er soll eine schlafende Seniorin getötet und danach arabische Schriftzeichen mit religiösen Botschaften im Haus hinterlassen haben. Vor dem Heilbronner …
Musste Frau aus religiösen Gründen sterben? 
56 Schnäpse: Barbesitzer nach tödlichem Wettsaufen verurteilt
Clermont-Ferrand - Weil der Mann hinter der Theke nicht einschritt, hat ein Mann in Frankreich 56 Schnäpse geext. Der Bar-Rekord war ihm damit zwar sicher - sein Tod …
56 Schnäpse: Barbesitzer nach tödlichem Wettsaufen verurteilt
Mann (21) erwürgt Mutter und lässt das Baby im Stich
Wuppertal - Drama in einem Wuppertaler Mehrfamilienhaus: Neben der Leiche einer 20-jährigen Mutter liegt ihr schreiendes, drei Monate altes Baby. Die Obduktion ergibt, …
Mann (21) erwürgt Mutter und lässt das Baby im Stich
Heftige Schneefälle sorgen in Spanien für Chaos
Valencia - Rund 2000 Menschen haben im Osten Spaniens die Nacht zum Freitag bei eisigen Temperaturen auf einer eingeschneiten Autobahn verbracht.
Heftige Schneefälle sorgen in Spanien für Chaos

Kommentare