NASA auf Mission

Kollision mit der Erde? Asteroid „Bennu“ auf gefährlichem Kurs - komplizierter Nasa-Rettungsplan läuft

  • Christoph Klaucke
    vonChristoph Klaucke
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Eine Sonde der NASA ist ins Weltall aufgebrochen, weil ein Asteroid der Erde gefährlich wird. Das Vorhaben funktioniert nur, wenn die Sonde auch zurückkehren kann.

  • Die NASA hat eine Raum-Sonde ins Weltall geschickt.
  • Ein Asteroid könnte der Erde gefährlich werden.
  • Ziel der Mission ist es, einen Einschlag zu verhindern.

Washington - Die NASA, National Aeronautics and Space Administration, auf deutsch Nationale Aeronautik- und Raumfahrtbehörde ist die 1958 gegründete zivile US-Bundesbehörde für Raumfahrt und Flugwissenschaft. Die Vision der NASA ist „das Leben hier zu verbessern, das Leben nach draußen auszudehnen und Leben da draußen zu finden“. Daraus ergibt sich die Mission „unseren Heimatplaneten zu verstehen und zu schützen, das Universum zu erforschen und nach Leben zu suchen und die nächste Generation von Forschern zu begeistern“.

NASA entdeckt Asteroiden „Bennu“ - Risiko für die Erde

Die NASA versucht also schon frühzeitig Gefahren für die Erde – wie zum Beispiel Asteroiden – aus dem Weltall zu erkennen. In der Weltraum-Atmosphäre wurde ein potenzieller Gefahrenherd ausgemacht, der Asteroid „Bennu“ stellt ein enormes Risiko für das Überleben der Menschheit dar. Um einen verheerenden Zusammenstoß zwischen der Erde und dem Asteroiden zu verhindern hat die US-Bundesbehörde einen genialen Plan ausgetüftelt.

Anlass zur Panik besteht jedoch nicht, denn der gefährliche Kleinkörper befindet sich laut NASA etwa 334 Millionen Kilometer von der Erde entfernt. Trotzdem stellt „Bennu“ für den „blauen Planeten“ ein nicht zu unterschätzendes Risiko dar. Deshalb hat die NASA nun eine Raum-Sonde ins Weltall geschossen. Das einzige Ziel dieser Mission ist einen Einschlag zu verhindern.

NASA schickt Raum-Sonde „OSIRIS-REx“ mit Spezialauftrag los

Schon vor vier Jahren hat die NASA die Raum-Sonde ins Weltall geschickt. Mitte Oktober soll es dann endlich soweit sein und „OSIRIS-REx“ wird den Asteroiden erreichen. Die Astronauten werden allerdings nicht auf dem Kleinplaneten landen, sondern einen drei Meter langen Roboter-Arm ausfahren, welcher dann 60 Gramm Gesteinsproben einsaugen wird. Noch nie zuvor hat die NASA Asteroiden-Teilchen eingesammelt. Danach wird sich „OSIRIS-REx“ auf den langen Rückweg zur Erde machen.

Grund zur Hektik gibt es jedenfalls nicht. Der Rückflug Richtung Erde ist mit etwa drei Jahren Reisezeit sogar etwas schneller zurückgelegt als der Hinflug. „Bennu“ könnte erst in 150 Jahren mit der Erde kollidieren. Die NASA hat also noch genug Zeit, um die Asteroiden-Teilchen zu untersuchen und daraus wichtige Erkenntnisse zu erhalten. 

Dass die Gefahr begründet ist, zeigte sich erst kürzlich, als ein Asteroid nur knapp an der Erde vorbeizischte.

Rubriklistenbild: © dpa-Bildfunk

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