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Neuer Asteroid entdeckt - NASA gibt Schätzung zu möglichem Einschlag auf der Erde für 2023 bekannt

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Von: Yasina Hipp

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Forscher der NASA entdeckten am 6. Januar einen neuen Asteroiden, der auf die Erde zusteuert. Ein möglicher Einschlag könnte nicht mehr lange dauern.

Washington D. C. - Die Wissenschaftler der Weltraumorganisation NASA führen eine Liste mit „erdnahen Objekten“ und stufen diese nach ihrer Gefährlichkeit für den Planeten und die Menschheit ein. Bisher immer unangefochten an der Spitze: Ein großer Weltraumbrocken mit dem sympathischen Namen „Bennu“. So sympathisch wie er klingt, ist Bennu allerdings nicht, er gilt als einer der gefährlichsten bekannten Asteroiden in unserem Sonnensystem. Mit einem Einschlag rechnen Experten aber erst im Jahr 2182. Und auch für diesen Zeitpunkt liegt die Wahrscheinlichkeit einer Kollision nur bei 0,037 Prozent. Mit der Entdeckung von „2022 AE1“ verliert Bennu seinen ersten Platz in der NASA-Liste.

Asteroid „2022 AE1“: Einschlag schon nächstes Jahr möglich

Erst vor wenigen Tagen entdeckten die Weltraumforscher den Asteroiden „2022 AE1“. Auch wenn er mit einer Größe von etwa 70 Metern im Durchmesser als eher kleiner Asteroid gilt, könnte er der Erde schon bald gefährlich nahekommen. Nach Angaben der NASA gibt es nun zwei mögliche Daten für eine Kollision mit der Erde: Das erste ist der 4. Juli 2023, das zweite wird im Juli 2028 verortet. Richtig gelesen - der 4. Juli 2023 ist schon in ungefähr eineinhalb Jahren.

Ein „möglicher“ Einschlag, bedeutet allerdings nicht, dass dieser zu 100 Prozent auch eintritt. Die Experten geben die Wahrscheinlichkeit für eine Kollision von „2022 AE1“mit einem Wert von eins zu 1500 an.

Asteroid „2022 AE1“: Zwei Skalen zur Einordnung

Zur Bewertung der Himmelskörper dienen der US-amerikanischen Organisation zwei Skalen. Die „Palermo-Skala“ fasst die Einschlagwahrscheinlichkeit, die kinetische Energie und die verbleibende Zeit bis zu einem potenziellen Einschlag in einem Wert zusammen. Die Skala reicht von -2 bis +2. Ein Wert von 0 bedeutet, dass ein Objekt mit derselben Wahrscheinlichkeit auf die Erde trifft, wie jedes andere mindestens genauso große Objekt. Bei +2 läuten dann allerdings die Alarmglocken: Hier ist die Wahrscheinlichkeit um 100mal größer. „2022 AE1“ erreicht auf der Palermo-Skala einen Wert von -0,89 - also alles harmlos.

Die zweite Skala ist die so genannte „Turiner-Skala“. Auch sie fasst diverse Parameter zusammen und teilt die Himmelskörper dann in Klassen von 0 („Kollisionswahrscheinlichkeit ist nahezu Null“) bis Klasse 10 („Eine globale Katastrophe steht bevor“) ein. „2022 AE1“ liegt derzeit in Klasse 1. Da der Asteroid aber erst kürzlich entdeckt wurde und deshalb noch nicht viel über ihn bekannt ist, ist es sehr wahrscheinlich, dass er mit zunehmendem Wissen in der Zukunft rasch wieder in Klasse 0 herabgestuft wird. Dann erhält auch Bennu seinen ersten Platz wieder zurück.

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