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Nato-Sprecherin Oana Lungescu

Nato glaubt an baldiges Ende des Libyen-Einsatzes

Brüssel - Die Nato sieht ein baldiges Ende ihres Militäreinsatzes in Libyen. “Der Einsatz wird so lange wie nötig dauern, aber keinen Tag länger“, sagte Bündnissprecherin Oana Lungescu am Dienstag zum Ende der Militäraktion.

Der Militäreinsatz der Nato in Libyen steht nach fünf Monaten Dauer vor seinem Ende. “Der Einsatz wird so lange wie nötig dauern, aber keinen Tag länger“, sagte Bündnissprecherin Oana Lungescu am Dienstag in Brüssel vor Journalisten zum Ende der Militäraktion. “Es sieht so aus, als seien wir fast so weit, aber wir sind noch nicht ganz da.“

Sie bekräftigte, die Nato habe keine Absicht, nach dem Ende des Militäreinsatzes Bodentruppen nach Libyen zu schicken. “Und die Nato wird auf keinen Fall im Libyen nach Gaddafi eine führende Rolle spielen.“ Das Bündnis gehe davon aus, dass die Vereinten Nationen die Führung bei der Unterstützung der neuen Regierung Libyens übernähmen. Auf Anforderung sei die Nato aber beispielsweise zu Hilfe bei der Ausbildung von Sicherheitskräften bereit.

Über das Ende des seit 31. März laufenden Nato-Einsatzes in Libyen könne nur der Nato-Rat entscheiden, in dem alle 28 Bündnis-Regierungen vertreten sind, sagte die Sprecherin. “Maßgeblich ist, ob die Zivilbevölkerung sicher ist“, sagte Lavoie. Die Nato beruft sich bei dem Einsatz auf ein Mandat des UN-Sicherheitsrates, “alle notwendigen Mittel“ zum Schutz der libyschen Bevölkerung zu ergreifen.

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Nato-Militärsprecher Roland Lavoie sagte, er könne Berichte über den Tod des Gaddafi-Sohnes Chamis nicht bestätigen. Dies gelte besonders für Berichte, sein Autokonvoi sei von einer Nato-Bombe getroffen worden: “Es gibt eine Menge Behauptungen und Gerüchte über das, was mit ihm passiert sein könnte. Ehrlich gesagt: Ich weiß es nicht.“ Berichte über den Tod von Chamis al-Gaddafi, der Kommandeur einer Spezialeinheit der Regierungstruppen war, würden von der Nato derzeit als “Gerüchte“ betrachtet.

Lavoie sagte, es gebe Verhandlungen zwischen den Aufständischen und früheren Regierungstruppen in der Stadt Sirte. Die Geburtsstadt Gaddafis gehöre zu den wenigen Orten, die noch nicht unter Kontrolle der Rebellen seien. “Wir sehen diese Gespräche als ein ermutigendes Zeichen an und wir beobachten, wie sie sich weiter entwickeln.“ Auch in einer Reihe kleinerer Ortschaften habe es zwischen Gaddafi-Soldaten und Rebellen Verhandlungen über ein Ende der Kämpfe gegeben. Damit sei Blutvergießen vermieden worden.

Lungescu sagte erneut, die Nato habe während des Libyen-Einsatzes keine Spezialkräfte an Ort und Stelle gehabt, um beispielsweise Informationen über Bewegungen der Gaddafi-Truppen oder über mögliche Ziele zu beschaffen. Die britische Regierung hat jedoch schon eingeräumt, dass sie - unter nationalem Befehl - Soldaten in Libyen eingesetzt hat, unter anderem als Berater der Rebellen.

dpa

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