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Hier titelt Weekly World News: "Die Hälfte aller US-Huren sind Außerirdische"

Nazi-Astronauten und Alien-Huren: Die irrsten US-Nachrichten

Washington - Die Schlagzeilen des US-Revolverblattes "Weekly World News" sind legendär: "Erste Fotos aus der Hölle" oder "Bigfoot-Hure packt aus". Nun sind viele Ausgaben im Internet zu lesen. Wir zeigen die irrsten "Nachrichten":

Sich selbst bezeichnete die US-Zeitung "Weekly World News" auf dem Cover stets als "die einzige vertrauenswürdige Zeitung der Welt". Doch schon die Schlagzeile auf dem Titel gab jedem halbwegs intelligenten Menschen einen triftigen Grund, dieser Eigenwerbung des Blattes zu misstrauen. "Die Tore der Hölle sind offen", vermeldete die Zeitung etwa am 28. Mai 2007.

Auf einem Foto war zu sehen, wie die Gewaltherrscher Saddam Hussein, Dschingis Khan, Adolf Hitler, Benito Mussolini aus dem Fegefeuer marschierten. Zwischen die Despoten reihte sich auch noch Frauenmörder "Jack the Ripper" ein. Im Blatt erfuhren der Leser dann - so etwas nennt sich Nutzwertjournalismus ! - ob Jack the Ripper möglicherweise aus der Hölle marschierte, um ihn höchstpersönlich umzubringen.

Nazi-Astronauten und Alien-Huren: Die irrsten US-Nachrichten

Nazi-Astronauten und Alien-Huren: Die irrsten US-Nachrichten

Für die Verhältnisse von "Weekly World News" eine ganz normale Schlagzeile. Im Jahr 1979 erschien das Blatt mit den völlig überdrehten Fantasie-Geschichten zum ersten Mal. Die Schreiber erdachten sich die Stories Woche für Woche gemäß der redaktionellen Vorgabe "Alles frei erfinden!"

Bald erreichte das Blatt, das an fast jeder Supermarktkasse in den USA auslag, eine Millionenauflage. Bis heute hält sich hartnäckig das Gerücht, wonach jeder zweite Leser die Geschichten der "Weekly World News" für wahre Tatsachenberichte hielt. Nach dem Motto: "Es steht doch in der Zeitung. Dann muss es ja stimmen!" Die anderen 50 Prozent der Leser schätzen das Revolverblatt einfach wegen seines unbestreitbaren Unterhaltungswertes.

War ja auch zu lustig, was die Redakteure sich wieder ausgedacht hatten: "Marilyn Monroe wurde von einem Vampir gebissen". "FBI fängt Fledermaus-Jungen". "Fünf US-Senatoren sind Aliens: Finden Sie heraus ob IHR Senator auch dazugehört."

Doch mit dem Siegeszug des Internets schrumpfte die Auflage gehörig. Die Zeitungskrise in den USA machte dem Blatt 2007 dann den Garaus. Einige der früheren Blattmacher betrieben heute noch eine unspektakuläre "Weekly World News"-Webseite. Die erreicht aber längst nicht den wunderbar trashigen Charakter der Print-Originals.

Der Blick auf die Google-Books-Seite lohnt sich. Auch wenn sie den Nachrichtenwert der "Weekly World News" bezweifeln: Einen hohen Spaß-Faktor weisen die Schlagzeilen des Revolverblattes allemal auf!

fro

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