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Das "Soldatencafé" in Indonesien ist Geschichte.

Späte Einsicht

"Nazi-Café" macht endgültig dicht

Bandung/Indonesien - Der Besitzer eines „Nazi-Cafés“ in Indonesien hat seinen Laden angesichts einer Welle der Empörung im In- und Ausland geschlossen.

An den Wänden der Gaststätte in der Provinzhauptstadt Bandung im Westen Javas hängt eine riesige Hakenkreuzfahne, daneben prangt ein Hitler-Porträt. Die Kellner in dem Betrieb namens „Soldatenkaffee“ tragen SS-Uniformen. Nach kritischen Medienberichten hatten die Behörden in Bandung Befürchtungen geäußert, dass das Café, das es bereits seit 2011 gibt, dem Tourismus im Ort schaden und Rassismus und Hass schüren könnte.

Besitzer Henry Mulyana sagte am Montag nach einem Treffen mit Vertretern örtlicher Behörden, er wolle das Café nicht mehr öffnen. Über einen Vorschlag des Tourismuschefs Herry M. Djauhari, das Thema des Cafés zu ändern und es unter einem anderen Namen wieder zu eröffnen, denke er noch nach, sagte Mulyana.

Cafébesitzer Mulyana entgegnete, ihm gehe es schlicht darum, Gäste anzulocken - sowohl Einheimische als auch Touristen. Auch sei er persönlich kein Neonazi. „Ich bin nur Geschäftsmann, kein Politiker“, sagte er nach ersten kritischen Berichten. Er habe das Recht, sein Restaurant so zu dekorieren, wie es ihm passe. Er sei sich sicher, damit keine Gesetze zu brechen.

AP

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