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Liegt unter diesen Gleisen der Nazi-Zug mit Schätzen oder einer Wunderwaffe?

Gerüchte über Inhalt und Existenz

Grausiger Verdacht: Horror-Fund in Nazi-Zug?

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München - Der Nazi-Zug hält viele weiterhin in Atem: Erst wurde ausgiebig über seinen möglichen Fundort und seiner Existenz diskutiert. Auch über den Inhalt gibt es verschiedene Theorien.

Die Spekulationen um den Nazi-Zug gehen weiter. Mittlerweile sucht auch schon das polnische Militär nach handfesten Beweisen für den verschollenen Zug. Mit Bodenradaren, wie sie auch bei der Suche nach Minen eingesetzt werden, soll die mutmaßliche Fundstelle an der

Bahnstrecke zwischen Breslau und Walbrzych

untersucht werden. In Polen herrscht große Unstimmigkeit zwischen dem Vizekulturminister Piort Zuchowksi, der den Zug auf Geo-Radarbildern gesehen habe und sich "zu 99 Prozent sicher" sei, dass es sich um den "Goldzug" der Nazis handele. Schlesische Behörden sind indes skeptisch, ob er der Zug tatsächlich existierte und falls ja, ob er an besagter Stelle versteckt sei.

Vor allem der Zugangsort liegt völlig im Dunkeln, weil die Tunnelanlage von den Deutschen in den Berg gegraben und zum Schluss der Eingang gesprengt worden sein soll. Außerdem herrschte größte Geheimhaltung - potenzielle Zeugen wurden angeblich beseitigt.

"Am 5. Mai 1945 wurde eine dreiköpfige Familie ermordet, damit sie das Geheimnis des Tunnels nicht ausplaudert", berichtete Tadeusz Slowikoswki der "Bild". Der ehemalige Bergmann, der 50 Jahre in der Umgebung von Walbrzych nach den Funden aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs grub, gilt als großer Fachmann für den Nazi-Zug.

Wer gab den entscheidenden Hinweis?

Aber wonach suchen die Schatzjäger und die Behörden eigentlich? Die Fracht des Zuges ist weiterhin umstritten. Die Nationalsozialisten haben kurz vor Kriegsende, so die einstimmige Legende, zahlreiche Schätze in diesem Panzerzug gelagert, der Kunstwerke und Gold aus Breslau herausschaffen sollte. Allerdings hält sich auch weiterhin die These, dass Teile der sogenannten "Wunderwaffe" V2 transportiert wurden. Denn: Angeblich waren ganz in der Nähe, bei Schloss Fürstenberg, in einem unterirdischen Tunnelsystem Waffenfabriken geplant

Das könnte der Grund sein, weshalb die Behörden sich bedeckt geben und sich bei der Suche viel Zeit lassen. Denn: Wie focus.de berichtet, ist es denkbar, dass sich in dem Tunnel die sterblichen Überreste von bis zu 10.000 Zwangsarbeitern befinden. Leichen anstatt Gold! Ein solcher Fund könnte die guten Beziehungen zwischen Deutschland und Polen erheblich belasten.

Ebenso mysteriös wie der Inhalt des Zuges: Wie kommt es, dass die angeblichen Finder erst jetzt, nach mehr als 70 Jahren, auf den verborgenen Zug stießen? Zuchowski vermutet ein „Geständnis auf dem Totenbett“ - immerhin handelt es sich bei einem der Finder um einen Deutschen. Dessen Vater oder Großvater könnte also durchaus zu den Männern gehört haben, die einst den Zug versteckten und schließlich das Geheimnis weitergegeben haben. Schatzsucher Slowikowski vermutete hingegen in der "Bild", dass sein entscheidender Tipp die zwei Finder auf die richtige Fährte lotste.

ms mit Material von dpa und AFP

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