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Nebenkläger haben ein Ende ihrer Verfahren gegen Dominique Strauss-Kahn angekündigt. Foto: Yoan Valat

Nebenkläger wollen Aus für Verfahren gegen Strauss-Kahn

Lille (dpa) - Im Prozess um die illegalen Sexpartys der "Carlton"-Affäre haben Nebenkläger ein Ende ihrer Verfahren gegen den früheren Chef des Internationalen Währungsfonds (IWF), Dominique Strauss-Kahn, angekündigt.

Der 65-Jährige habe von den beteiligten Prostituierten gewusst, sagte einer der Anwälte am Montag während des Prozesses in Lille. Dies reiche aber nicht aus, um Zuhälterei zu begründen, zitieren Medien den Anwalt ehemaliger Prostituierter.

In dem Verfahren müssen sich Strauss-Kahn und 13 weitere Angeklagte wegen organisierter Zuhälterei verantworten, weil an den Partys auch Prostituierte beteiligt waren. Eine Teilnahme mit dem Wissen darum wäre in Frankreich illegal. Strauss-Kahn hat auch vor Gericht abgestritten, von einer Bezahlung der beteiligten Frauen gewusst zu haben.

Die Staatsanwaltschaft, deren Plädoyer für diesen Dienstag erwartet wird, hatte das Verfahren gegen Strauss-Kahn bereits im vergangenen Jahr einstellen wollen. Das Gericht hatte den Prozess dennoch angesetzt. Wegen einer Affäre um Vergewaltigungsvorwürfe hatte Strauss-Kahn 2011 seinen Posten als IWF-Chef räumen müssen. Er musste auch seine Ambitionen aufgeben, 2012 für die Sozialisten als Präsidentschaftskandidat anzutreten.

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