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Das ist Nessie. Zumindest fast.

Das Monster ist echt!

Diesmal wirklich: "Nessie" auf Grund des Loch Ness entdeckt

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Edinburgh - Sensationsfund: Nach 80 Jahren und ungezählten Fakes wurde das sagenumwobene Loch-Ness-Monster auf dem Grund des schottischen Sees gefunden. Zweifel ausgeschlossen. Die Sache hat nur einen Haken.

Immer und immer wieder haben Menschen schon behauptet, sie hätten Nessie gefunden, doch diesmal stimmt es tatsächlich: Ein Unterwasser-Roboter hat auf dem Grund des berühmten schottischen Gewässers das legendäre Monster entdeckt. Nessie ist etwa neun Meter lang und hat genau die schlangenähnliche Form, mit der es zumeist beschrieben wird. Das zeigen Sonar-Bilder, die das High-Tech-Gerät aus 180 Metern Tiefe in einer bisher unerforschten Region des Sees machte.

Nessie-Fans dürften allerdings dennoch enttäuscht sein: Es handelt sich dabei nämlich nicht um die Überreste des Monsters, teilte die schottische Tourismusbehörde am Mittwoch mit. Vielmehr sei das Objekt im Jahr 1970 als Requisite für den Film "Das Privatleben des Sherlock Holmes" von Regisseur Billy Wilder genutzt worden.

Das Modell war bei einem Testlauf während den Dreharbeiten, die auf dem echten Loch Ness geplant waren, gesunken. Regisseur Wilder hatte trotz Warnungen die charakteristischen Höcker abbauen lassen - so verlor die Attrappe ihre Seetauglichkeit. Seitdem galt sie als verschollen. Im Film zu sehen war dann ein zweites Modell, das nur aus einem Kopf und dem Halsansatz bestand. Die Aufnahmen mit Robert Stephens in der Titelrolle sowie Sir Christopher Lee als Mycroft, dem Bruder des legendären Detektivs, fanden in einem Becken auf dem Studiogelände statt. 

Jahrhunderte voller Gerüchte um Nessie

Die Gerüchte über das geheimnisvolles Ungeheuer von Loch Ness reichen zurück bis ins 17. Jahrhundert. Anfang der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts gaben eine Reihe von Berichten und erste wenngleich eher grobkörnige Fotos dem "Nessie"-Mythos neuen Schwung. Erst in der vergangenen Woche sorgte ein Video für Aufregung, das Nessie in der Londoner Themse schwimmend zeigen soll. Unter den zahlreichen verrückten Theorien hält sich nämlich seit geraumer Zeit auch die, dass das Monster nach England ausgewandert sein könnte.

Eine norwegische Firma erstellt derzeit eine hochauflösende Karte des bis zu 230 Meter tiefen Sees. Vor einigen Tagen hatten Experten die "Nessie"-Fans bereits mit der Feststellung enttäuscht, dass der von ihnen vermutete Graben auf dem Grund des Sees, in dem sich das Ungeheuer verstecken könnte, nicht existiert. Stattdessen wurde bei der Expedition ein Schiffswrack gefunden.

In dem See , der nach wie vor ein Touristenmagnet ist und der Region Einnahmen von etwa 76 Millionen Euro pro Jahr beschert, waren früher bereits die Überreste eines Kampfflugzeugs aus dem Zweiten Weltkrieg, ein 100 Jahre altes Fischerboot sowie ein Schnellboot entdeckt worden, das 1952 für einen fehlgeschlagenen Weltrekordversuch genutzt worden war. 

"Moderne Mythen"

afp/hn

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