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Mutter lässt ihr eigenes Kind entführen - als Erziehungsmaßnahme.

Als Erziehungsmaßname

Zu nett zu Fremden: Mutter lässt Sohn entführen

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Troy - Eine mehr als fragwürdige Erziehungsmaßnahme hat sich eine Mutter in den USA einfallen lassen: Sie ließ ihren sechsjährigen Sohn entführen, weil er ihrer Meinung nach zu nett zu Fremden ist.

Ein sechsjähriger Junge ist in dem Städtchen Troy im US-Bundesstaat Missouri auf dem Weg nach Hause. Plötzlich schnappt sich ein Unbekannter den Kleinen, lädt ihn auf seinen Geländewagen. Er bedroht das weinende Kind mit einer Waffe, sagt ihm, er solle endlich still sein, fesselt ihm die Füße und Hände und verbindet ihm die Augen. "Du wirst Deine Mutter nie wiedersehen", schüchtert er den Jungen ein, als er losfährt. Dann wird der Sechsjährige in einen Keller gesperrt.

Was das kleine Opfer nicht sehen kann: Es ist der Keller seines Zuhauses, seine eigene Mutter, Tante und Großmutter sind ebenfalls dort! Die Mutter hatte einen Arbeitskollegen der Tante für die Rolle des Entführers engagiert, berichten US-Medien. Die 25-Jährige rechtfertigt das grausame Schauspiel als Erziehungsmaßnahme: Ihr Sohn wäre Fremden gegenüber zu nett und unterschätze die Gefahr, die von ihnen ausgehe.

Die vier drohen dem Jungen mit Gewalt, erzählen ihm, sie würden ihn an einen Sex-Ring weiterverkaufen. Erst nach vier Stunden endet die Psycho-Folter, der völlig verängstigte Kleine wird losgebunden und ins Wohnzimmer geschickt, wo ihm seine Erziehungsberechtigten einen Vortrag über "Stranger danger" halten.

Nur durch Zufall kam die unfassbare Geschichte ans Licht. Der Sechsjährige vertraute sich einer Lehrkraft an, die daraufhin sofort das Jugendamt einschaltete. Der Junge kam bis auf weiteres bei anderen Verwandten unter, während seine Mutter, die Großmutter und die beteiligte Tante festgenommen wurden.

Gegen die vier läuft nun ein Ermittlungsverfahren, allerdings seien sie sich keiner Schuld bewusst. Ihre Kaution beläuft sich laut Lincoln County Gefängnis auf 250.000 Dollar.

mt

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