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Neue Attentate im Irak

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- Bagdad/Mossul - Bei einem Bombenanschlag auf eine Schiiten-Moschee im Irak sind am Donnerstag zahlreiche Menschen getötet und verletzt worden. Der Fernsehsender Al-Arabija berichtete, mindestens 20 Menschen seien bei dem Selbstmordanschlag in der nordirakischen Stadt Mossul ums Leben gekommen. Der Attentäter habe einen Sprengsatz während einer Trauerfeier gezündet. In Bagdad ermordeten Extremisten den Leiter einer Polizeiwache und zwei seiner Mitarbeiter. Bei weiteren Anschlägen starben drei Iraker.

Die irakischen Sicherheitskräfte hatten vor dem Anschlag auf die Moschee in Mossul und Umgebung 35 mutmaßliche Terroristen festgenommen. Bei mehreren Razzien zwischen dem 5. und 7. März hätten Armee-und Polizeikräfte außerdem fünf Waffenlager ausgehoben, teilte die irakische Regierung in Bagdad weiter mit. Die irakischen Behörden hatten am Montag erklärt, die Polizei werde in der zum Teil von Aufständischen kontrollierten Stadt ab sofort wieder Patrouillen durchführen.

Die Schiiten, die in Mossul nur eine kleine Minderheit stellen, werden nach dem für nächste Woche erwarteten Zusammentreten der Nationalversammlung die Politik im Irak bestimmen. Die 275 Abgeordneten sollen am 16. März zur konstituierenden Sitzung zusammentreten. Die Schiiten-Liste, die eine absolute Mehrheit der Sitze errang, und die Kurden, die bei den Wahlen am 30. Januar Platz Zwei belegt hatten, sollen sich inzwischen auf die Bildung einer Regierung verständigt haben. Ibrahim al-Dschafari von der schiitischen Dawa-Partei, derzeit noch stellvertetender Übergangspräsident, soll neuer Regierungschef werden.

Extremisten töteten am Donnerstag den Chef einer Polizeiwache im Bagdader Innenstadt-Bezirk Salihija und zwei seiner Mitarbeiter. In der nordirakischen Stadt Kirkuk wurde der Bürochef des Fernsehsenders Kurdistan TV, Laik Ibrahim, auf dem Weg zur Arbeit erschossen. Nahe Tikrit töteten Aufständische einen Iraker, der mit seinem Lastwagen Baumaterial zu einem US-Militärstützpunkt bringen wollte. Bei einem Mörserangriff auf einen US-Militärstützpunkt bei Hilla starb eine irakische Zivilistin, als eine Mörsergranate ihr Haus in einem nahe gelegenen Wohnviertel traf.

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