Coronavirus: Eine PCR-Test Auswertung im Labor (Symbolbild)
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Großbritannien meldet neue Corona-Mutation: Die Variante wurde bereits in mehreren Ländern nachgewiesen.

Mutation B 1.621

Neue Corona-Variante im Anmarsch? - Erste Fälle in Großbritannien „unter Beobachtung“

  • Veronika Silberg
    VonVeronika Silberg
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Bekommt die Delta-Variante Besuch? Das britische Gesundheitsamt meldet neue Infektionen mit der Mutation B 1.621. Die Untersuchungen laufen.

London - Über fünf Millionen Briten haben Corona. Die Inzidenz liegt über 400. Die meisten Infektionen sind auf die hoch ansteckende Delta-Variante zurückzuführen. Doch bekommt die bald Familienzuwachs? Laut Angaben der britischen Behörden hat eine neue Mutante den Weg auf die Insel gefunden.

Bisher hat die britische Gesundheitsbehörde Public Health England (PHE) 16 Fälle mit der vergleichsweise neuen Corona-Mutation B 1.621 bestätigt. Am Mittwoch erklärte sie die Variante zur „variant under investigation“ (vui) also zur „Variante unter Überprüfung“, ein offizieller Beobachtungshinweis.

Coronavariante B 1.621 erstmals in Großbritannien nachgewiesen - 16 Fälle bestätigt

B 1.621 ist international keine unbekannte Mutation. Erstmals wurde sie in Kolumbien nachgewiesen, zuletzt sogar im Abwasser unseres Nachbarlandes Österreich. Ein Großteil der neuen Fälle in Großbritannien stünden in Verbindung mit Überseereisen erklärte die Behörde in einer Mitteilung. Es bestünde zu diesem Zeitpunkt deshalb kein Verdacht auf eine unkontrollierte kollektive Verbreitung im Land, wie es bei der Delta-Variante der Fall ist.

Auch bestünde zunächst kein Verdacht, dass B 1.621 einen größeren Schaden anrichten könne oder resistenter gegen die aktuellen Impfstoffe sein könnte. Dennoch müsse man im Gesundheitswesen alle möglichen Schritte ergreifen. Zusätzliche Tests und Kontaktverfolgungen werden eingeleitet. Auch in den USA gilt die Variante als „Variant of Interest“ und wird auf eine potenziell hohe Übertragbarkeit untersucht. (vs)

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