Neue Daten stützen Warnungen vor Gurke, Tomate und Salat

Berlin - Neue Studien des Robert Koch-Instituts (RKI) stützen bisherige Warnungen, zum Schutz vor EHEC auf rohe Tomaten, Gurken und Salat zu verzichten.

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Wie das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und das RKI am Freitag mitteilten, zielten diese Hinweise vor allem auf Ware ab, die in Norddeutschland erhältlich ist. In einer Studie wurden demnach 46 Patienten mit HUS- oder EHEC- Infektion hinsichtlich der verzehrten Lebensmittel befragt. Die Ergebnisse wurden mit 2100 gesunden Kontrollpersonen verglichen. Dabei stellte sich heraus: Während 84 Prozent der Patienten Salat verzehrt hatten waren es unter den gesunden Kontrollpersonen nur 47 Prozent.

Ebenso lag der Anteil in Bezug auf Verzehr von Gurken bei Patienten bei 75 Prozent gegenüber 50 Prozent und für Tomaten entsprechend bei 80 Prozent gegenüber 63 Prozent bei gesunden Kontrollen. Insgesamt 95 Prozent der erkrankten Patienten hatte mindestens eine der drei Gemüsearten verzehrt.

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In einer weiteren Studie zu einer Häufung von Fällen in einem Unternehmen in Frankfurt sei zudem festgestellt worden, dass Mitarbeiter, die von der Salattheke der Kantine gegessen haben, fast siebenmal so häufig blutigen Durchfall bekommen hätten wie Mitarbeiter, die keinen Salat gegessen hatten. Andere Nahrungsmittel, die untersucht wurden, zeigten keinen solchen Zusammenhang.

Die Studien seien voneinander unabhängig und methodisch unterschiedlich und stützten die Ergebnisse der ersten Fall-Kontroll-Studie, deren Ergebnisse am 26. Mai 2011 vorgestellt worden waren. Die Verzehrempfehlung des BfR habe daher weiterhin Bestand, bis epidemiologische Studien und Untersuchungen an Lebensmitteln neue Hinweise ergäben. Gemüsesorten, die nicht als Infektionsursache im Verdacht stehen, sollten vor dem Essen gründlich gewaschen und gegebenenfalls geschält werden.

dpa

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