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Im Reemtsma-Prozess konnte eine neue Zeugin vernommen werden.

Neue Details im Reemtsma-Prozess

Hamburg - Neue Details im Reemtsma-Prozess: Der verurteilte Thomas Drach wollte zwei Briefe aus dem Gefängnis schmuggeln. Doch sein Plan ging nicht auf. Eine Zeugin enthüllte nun belastende Einzelheiten.

Mit der Vernehmung erster Zeugen ist am Montag der Prozess gegen den verurteilten Reemtsma-Entführer Thomas Drach vor dem Hamburger Landgericht fortgesetzt worden. Gehört wurde zu Beginn des zweiten Verhandlungstages die ehemalige Leiterin der Vollzugsabteilung im der Justizvollzugsanstalt (JVA) Hamburg-Billwerder, in der Drach einsitzt. Die Zeugin hatte nach eigener Aussage unter anderem zwei Briefe angehalten, die später mit zur Anklage des Beschuldigten geführt hatten.

Die Zeugin berichtete über die Haftbedingungen für den Angeklagten. Drach habe lautstark und in aggressiver Form häufiger Selbstgespräche geführt. Diese seien an eine namentlich nicht genannte Person gerichtet gewesen, die er unter anderem beschuldigte, für seine Haft verantwortlich zu sein.

Die Staatsanwaltschaft wirft Drach vor, aus dem Gefängnis heraus einen Freund zur räuberischen Erpressung seines eigenen Bruders angestiftet zu haben. Zu der Tat kam es nicht, weil Justizbeamte entsprechende Briefe abfingen und an das Landeskriminalamt weiterleiteten.

Drach war als Kopf der Reemtsma-Entführung im März 2001 wegen erpresserischen Menschenraubes zu 14 Jahren und sechs Monaten verurteilt worden. In der Folge hatte sich seine Haftstrafe wegen zweier weiterer Verurteilungen um mehrere Monate verlängert. Damit könnte er frühestens am 21. Juli 2012 entlassen werden. Sollte ihn das Landgericht im aktuellen Verfahren aber zu einer Freiheitsstrafe von mindestens zwei Jahren verurteilen, könnte eine Sicherungsverwahrung in Betracht kommen. Der größte Teil des Lösegeldes von damals - 15 Millionen D-Mark und 12,5 Millionen Schweizer Franken - ist nach wie vor verschwunden.

dpad

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