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Bleigießen gehört zum Inventar klassischer Silvesterabende.

Gefahr für die Gesundheit

Dieses beliebte Silvester-Ritual ist ab 2018 verboten

Bleigießen gehört zum Inventar klassischer Silvesterabende wie „Dinner for One“ im TV oder Fondue auf dem Tisch. Doch damit soll ab dem nächsten Jahr Schluss sein.

München - Ein Feuerwerk mit lauten, bunten Böllern und Raketen gehört fest zu Silvester. Was schön am Himmel funkelt, kann aber schädlich sein. Das gilt auch für andere Traditionen - unter anderem das Bleigießen. Doch damit soll bald Schluss sein.

Denn ab April 2018 dürfen keine Sets mehr verkauft werden, die einen höheren Blei-Gehalt als 0,3 Prozent haben. Das berichtet die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ). Grund ist ein neues EU-Gesetz, das im kommenden Jahr in Kraft tritt.

Bereits 2012 analysierte die Stiftung Warentest Bleigieß-Sets und veröffentlichte ein erschreckendes Ergebnis: Die Tester fanden im Metall einen Bleigehalt von 71 Prozent. Da der Bleigehalt in den Sets deutlich über den künftig erlaubten 0,3 Prozent lag, kommt die Regelung einem kompletten Verbot gleich.

So gefährlich ist Bleigießen

Beim Erhitzen von Blei entstehen giftige Bleioxide, die über die Atemwege aufgenommen werden können. Beim Anfassen der Figuren gelangt Blei an die Hände und bei Kindern auch leicht in den Mund. Das Schwermetall kann das Nervensystem, Hirn, Niere und Leber schädigen. Schon geringe Mengen können beim Nachwuchs die Intelligenz beeinträchtigen. Wer nicht ganz auf die Tradition verzichten will, sollte Wachs statt Blei benutzen, wie das Umweltbundesamt empfiehlt.

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mm/tz/dpa

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