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Die neu entdeckte Schmetterlingsart Melitaea acentria. Foto: Vladimir Lukhtanov/Comparative Cytogenetics

Mitten im Skigebiet

Neue Schmetterlingsart auf den Golanhöhen entdeckt

Sie wurde seit Jahren beobachtet und schon zig mal fotografiert: die Schmetterlingsart Melitaea acentria ist erst jetzt als eigene Art erkannt und klassifiziert worden.

Tel Aviv (dpa) - Russische Forscher haben auf den Golanhöhen eine neue Schmetterlingsart entdeckt. Der Falter mit orangefarbenen, schwarz gepunkteten Flügeln sei im Skigebiet auf dem Berg Hermon gefunden worden, berichten die Wissenschaftler im Fachmagazin "Comparative Cytogenetics".

Die Melitaea acentria genannte Spezies sei die erste neu entdeckte Schmetterlingsart seit mehr als einem Jahrhundert auf israelischem Gebiet, hieß es vom Fachverlag. Sie sei vermutlich vor 1 bis 1,6 Millionen Jahren entstanden.

"Für mich war es eine Überraschung, dass niemand ihn bisher entdeckt hat", sagte der russische Insektenkundler und Evolutionsbiologe Wladimir Luchtanow vom Zoologischen Institut in St. Petersburg. "Tausende Menschen hatten diesen wunderschön gefärbten Schmetterling beobachtet und viele haben ihn sogar fotografiert, aber niemand hat erkannt, dass es sich um eine eigene Art handelt." Ursache sei, dass die Art der weit verbreiteten Spezies Melitaea persea ähnele. Niemand habe bisher die innere Anatomie und Genetik untersucht.

Im Jahr 2012 hatte Luchtanow mit Studenten eine umfassende Untersuchung israelischer Schmetterlinge begonnen. Ein Jahr später sammelte Asia Novikova, inzwischen Doktorandin an der Hebräischen Universität in Jerusalem, auf dem Berg Hermon einige Falter ein. Bei der Untersuchung habe man bemerkt, dass "etwas nicht stimmt". Die Geschlechtsteile hätten anders ausgesehen als die typischer M.-persea-Falter. DNA-Analysen hätten ergeben, dass die genetische Ausstattung der Schmetterlinge sich deutlich unterscheidet. Die neu beschriebene Art sei wahrscheinlich im Norden Israels und den Nachbarländern Syrien und Libanon heimisch.

Studie in Comparative Cytogenetics

Wladimir Luchtanow

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