Gebrauchtwagen mit Vergangenheit

Neuer Besitzer findet diesen traurigen Brief im Auto

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Greenup - Kevin Duke aus dem Bundesstaat Kentucky wollte seiner Tocher Jada einen Gebrauchtwagen zum Geburtstag schenken. Im Ablagefach fand er einen traurigen Brief.

Fahranfängerin Jada hat Gebrauchtwagen „Sylvia“ von ihrem Vater geschenkt bekommen.

Jada wird im März 16 Jahre alt. Ein besonderer Geburtstag für ein Mädchen aus Kentucky. Deswegen hat ihr Vater Kevin Duke auch ein ganz besonderes Geschenk für sie gekauft: einen gebrauchten Ford. Damit der silberne Wagen seine Tochter auch sicher befördert, fuhr der fürsorgliche Vater vor dem großen Tag ein bisschen um die Häuser und inspizierte ihn eingehend. Dabei machte er eine Entdeckung, die ihn zu Tränen rührte. In dem Ablagefach am Armaturenbrett war ein Briefumschlag versteckt, eine „wichtige Info für den neuen Auto-Besitzer“. Vorbesitzerin Sabrina Archey hat die Zeilen verfasst - nicht etwa, um den Fahrer vor etwaigen Macken des Fahrzeugs zu warnen oder eine gute Fahrt zu wünschen. Die Vorbesitzerin wollte Kevin Duke darauf aufmerksam machen, dass er hinter dem Steuer eines ganz besonderen Autos sitzt, einem Auto, das sie mit ihrer Familie liebevoll „Sylvia“ nannte. Kevin Duke teilte den traurigen Brief auf der Facebook-Seite „Love what matters“.

Sabrina Archey hat ihre Familie verloren. Und mit ihr das ganze Haus und all ihren Besitz. Der Ford war das Einzige, das ihr als Erinnerung an ihre Liebsten blieb. „Sylvia“ habe ihrer Mutter gehört, schreibt Sabrina Archey in dem Brief. Am Tag ihres Todes fuhren ihre Mutter und ihre Tochter mit dem Auto noch zum Einkaufen und Haare schneiden. Danach waren sie mit Sabrina Archeys Tante daheim - bei einem Brand kamen die drei ums Leben. 

Windeln, Schnuller und ein Chicken Nugget

„Dieses Auto bedeutet viele besondere Erinnerungen für mich“, schreibt Sabrina Archey. Doch sie musste es schweren Herzens verkaufen, weil sie Probleme mit der Versicherung hatte. Ihre Familie habe das Auto mit viel Liebe und klebrigen Sachen gefüllt. Sie habe unzählige Windeln auf dem Rücksitz gewechselt, irgendwo müsste auch noch ein Schnuller und ein Chicken Nugget rumliegen. Auf ihren Ausflügen habe die Familie am liebsten Hits aus den 80er Jahren und Country-Songs gehört. Der Fleck auf dem Armaturenbrett sei entstanden, weil ihre Tochter dort immer ihre Füße ablegte. „Ich hoffe, das Auto ist das Beste, was du je besessen hast. Denk daran, das ist nicht nur ein Auto. Das ist eine Erinnerung.“

Bekommt Sabrina Archey ihre „Sylvia“ zurück?

Trotzdem sei sie dem neuen Besitzer nicht böse, schreibt Sabrina Archey. „Ich hoffe, der Wagen läuft noch 100 Jahre, und der Rücksitz wird mit Kindern und ihren sieben Sachen gefüllt.“ Aber irgendwann, will die Frau ihr liebstes Auto zurückkaufen. „Jetzt kann ich es mir nicht leisten, ich musste drei Beerdigungen bezahlen.“ Doch sie bittet den neuen Fahrer, auf sie zuzukommen, wenn er das Auto mal verkaufen möchte. 

Und wie es aussieht, bekommt Sabrina Archey ihre „Sylvia“ schon bald zurück. Eine Crowdfunding-Aktion sammelt, um Jada Duke ein anderes Auto zu kaufen, damit Sabrina Archey ihre Erinnerungen bewahren kann. Viele haben schon gespendet - damit die traurige  Geschichte doch noch gut endet.  

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