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Heiner Koch ist neuer Bischof des Bistums Dresden-Meißen

Neuer Bischof für Bistum Dresden-Meißen

Dresden/Köln - Fast ein Jahr war der katholische Bischofssitz in Dresden verwaist. Nach langer Suche vertraut der Papst nun einem Rheinländer die drittkleinste Diözese an.

Der Kölner Weihbischof Heiner Koch wird neuer Bischof des Bistums Dresden-Meißen. Papst Benedikt XVI. ernannte den 58-Jährigen zum Nachfolger von Joachim Reinelt, der vor knapp einem Jahr in den Ruhestand gegangen war. Das gaben das Bischöfliche Ordinariat in Dresden und der Vatikan am Freitag bekannt. Kochs Amtseinführung ist am 16. März geplant.

„Mit ganzem Herzen“ übernehme er die Verantwortung, schrieb der neue Bischof an seine künftigen Gemeinden in Sachsen und Teilen Thüringens. Dort leben rund 140 000 Katholiken. Mit Koch, der aus Düsseldorf stammt, ist erstmals eine Persönlichkeit aus Westdeutschland Ordinarius in einer Diözese der neuen Bundesländer.

Der Dresdner Bischofsstuhl war seit dem Wechsel von Reinelt in den Ruhestand im Februar 2012 verwaist. Reinelt war 24 Jahre Oberhaupt des Bistums, also schon in der Wendezeit 1989/1990. Er war damit einer der dienstältesten Bischöfe Deutschlands.

Glückwünsche kamen vom Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz, Robert Zollitsch, und dem Präsidenten des Zentralkomitees der deutschen Katholiken, Alois Glück. Er bescheinigte Koch die besten Voraussetzungen für das neue Amt und wünschte „eine gute Hand und Gottes Segen“.

Koch schrieb, er freue sich auf das Kennenlernen und auf die ökumenischen Begegnungen, sei gespannt auf den Dialog in allen Lebensbereichen. Dabei seien ihm die Menschen auf der Schattenseite des Lebens besonderes Herzensanliegen.

„Wir haben einen neuen Bischof, und es ist eine gute Wahl für unser Bistum“, sagte Domdekan Georg Weinhold als Leiter des Domkapitels, das die Entscheidung für Koch in freier und geheimer Wahl getroffen hatte. Zuvor hatte der Heilige Stuhl aus einer Liste geeigneter Kandidaten der Domkapitulare drei Vorschläge ausgewählt. Die Landesregierungen von Sachsen und Thüringen stimmten der Entscheidung für Koch zu.

dpa

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