S7 und S20: Bis zu 20 Minuten Verspätungen 

S7 und S20: Bis zu 20 Minuten Verspätungen 
+
In Deutschland gibt es - ausgelöst durch die aktuelle Massernwelle - eine Debatte über eine Impfpflicht. Foto: Arne Dedert

111 Fälle in einer Woche: Masern-Höchststand in Berlin

Berlin/Karlsruhe (dpa) - Die Masernwelle in Berlin hat einen neuen Höchststand erreicht. Bis Freitagvormittag wurden in der Hauptstadt 111 neue Fälle in der laufenden Woche gemeldet. Beim aktuellen Ausbruch sind das die meisten Erkrankungen in einer Meldewoche.

Insgesamt seien seit Beginn der Welle im Oktober 724 Menschen an Masern erkrankt, sagte Silvia Kostner, Sprecherin des Landesamts für Gesundheit und Soziales. In Karlsruhe alarmierten Masern-Erkrankungen in einer Flüchtlingsunterkunft die Behörden.

In Berlin musste bisher rund ein Viertel der erfassten Patienten wegen der Infektion ins Krankenhaus. Fast 90 Prozent von rund 630 befragten Kranken hatten keinen Impfschutz. Bisher steckten sich in Berlin auch 70 Babys im Alter unter einem Jahr an. Wenn ihre Mutter vor der Schwangerschaft nicht gegen Masern geimpft war, haben auch sie keinen Schutz. Eine Impfung ist erst ab neun Monaten zugelassen. Im Februar war ein ungeimpftes Berliner Kleinkind an Masern gestorben.

In Karlsruhe ergriffen die Behörden nach Masern-Erkrankungen in einer Zelthalle für neu angekommene Flüchtlinge Sofortmaßnahmen gegen eine Ausbreitung der Krankheit. Die zurzeit 310 Bewohner der Unterkunft wurden vorsorglich geimpft, wie das Landratsamt Karlsruhe am Freitag mitteilte. Um die Infektionsgefahr zu bannen, sollen die Bewohner zwei Wochen lang nicht in andere Unterkünfte verlegt werden. Ebenso werden in dieser Zeit keine Neuzugänge aufgenommen.

Bei den Masern-Patienten handelt es sich um einen 23-jährigen Mann aus Bosnien-Herzegowina und seine Töchter im Alter von zwei und vier Jahren. Sie wurden in ein Krankenhaus gebracht.

In Stuttgart startete nach dem Ausbruch von Masern ebenfalls in einer Flüchtlingsunterkunft eine Impfaktion. Nach Mitteilung der Stadt sollen in der nächsten Woche weitere Impfungen folgen. Generell rät das Gesundheitsamt der Stadt allen nach 1970 geborenen Menschen, den Impfstatus beim Haus- oder Betriebsarzt prüfen zu lassen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Razzia im Rockermilieu: Ortsgruppe der Hells Angels verboten
Düsseldorf (dpa) - Mit einem Großaufgebot hat die Polizei am Morgen in 16 nordrhein-westfälischen Städten Wohnungen und Geschäfte im Rockermilieu durchsucht.
Razzia im Rockermilieu: Ortsgruppe der Hells Angels verboten
Prozess nach Kohlenmonoxid-Tod von sechs Teenagern beginnt
Einem Vater wird nach dem Tod von sechs Teenagern in seiner Gartenlaube der Prozess gemacht. Die 18- und 19-Jährigen starben an einer Kohlenmonoxidvergiftung, weil ein …
Prozess nach Kohlenmonoxid-Tod von sechs Teenagern beginnt
Riesen-Razzia gegen Hells Angels: 700 Polizisten im Einsatz
Am Mittwochmorgen gibt es mehrere Razzien der Polizei in NRW: Ziel: Die Hells Angels.
Riesen-Razzia gegen Hells Angels: 700 Polizisten im Einsatz
Nach monatelanger Suche: Pärchen Arm in Arm in Felsspalte gefunden - tot
Monatelang wurde nach Rachel N. (20) und Joseph O. (21) gesucht. Am Wochenende wurden ihre Leichen im Joshua-Tree-Nationalpark entdeckt.
Nach monatelanger Suche: Pärchen Arm in Arm in Felsspalte gefunden - tot

Kommentare