+
Eine von Wassermassen unterspülte Landstraße ist in Simbach am Inn zu sehen. Foto: Daniel Scharinger/Archiv

Neuer Regen in Bayern - weiter Hochwasser-Gefahr

Am Freitag war in Bayern bei viel Sonnenschein Durchschnaufen angesagt, am Samstag setzte schon wieder teils kräftiger Regen ein. Die Böden sind nach dem Dauerregen der vergangenen Tage stark gesättigt. Es besteht weiter Hochwasser-Gefahr.

München/Polling (dpa) - Neue Regenfälle haben in Bayern Befürchtungen vor weiteren Überschwemmungen genährt. Vor allem in Südbayern setzten am Samstag verbreitet wieder Niederschläge ein, wie eine Meteorologin des Deutschen Wetterdienstes in München sagte.

Im Laufe des Tages wurde mancherorts auch wieder Starkregen mit bis zu 25 Litern pro Quadratmeter erwartet, auch Gewitter waren nicht ausgeschlossen. Zunächst wurden aber keine größeren Überschwemmungen bekannt. Bei der Flut-Katastrophe in Niederbayern waren in der vergangenen Woche sieben Menschen ums Leben gekommen, es entstand Schaden in Milliardenhöhe.

Im zuletzt vom Hochwasser stark betroffenen Überschwemmungsgebiet im oberbayerischen Landkreis Weilheim-Schongau waren die Helfer am Samstag angesichts der neuen Regenfälle in Bereitschaft. Man sei mit mehreren Hundert Sandsäcken gewappnet, auch Wasserpumpen seien weiter im Einsatz, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Oberland in Weilheim.

Die Lage in Polling und anderen Gemeinden sei aktuell aber "nicht bedrohlich", sagte der Sprecher. Allerdings beobachte man die Situation wegen des anhaltenden Regens durchaus mit Sorgen. Denn die Böden seien in der Gegend zum Teil stark mit Wasser vollgesogen, auch hätten sich neben manchen Straßen kleine Wasserseen gebildet. Am vergangenen Wochenende war der Tiefenbach in Polling über die Ufer getreten. Keller liefen voll, Muren gingen ab. Das Landratsamt erklärte am Sonntag für mehrere Stunden den Katastrophenfall.

Auch in den kommenden Tagen dürfte die Hochwasser-Gefahr in Bayern angesichts weiterhin trüber Wetter-Aussichten bestehen bleiben. Die DWD-Meteorologin: "In den nächsten Tagen ändert sich leider nicht so viel."

Wetterbericht

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

So wenig Verkehrstote wie nie?
Wiesbaden (dpa) - Sind 2016 so wenig Menschen auf deutschen Straßen ums Leben gekommen wie nie zuvor seit Beginn der offiziellen Statistik? Das Statistische Bundesamt …
So wenig Verkehrstote wie nie?
Bei Bedarf lernen Hummeln kicken
Britische Forscher haben Hummeln eine ungewöhnliche Tätigkeit beigebracht: Die Tiere lernten, einen winzigen Ball in ein Loch zu rollen, um eine Zuckerlösung zu …
Bei Bedarf lernen Hummeln kicken
Sturmtief "Thomas" fegt über Westen Deutschlands hinweg
Berlin/Düsseldorf - Umgestürzte Bäume und lahmgelegte Züge: Sturmtief "Thomas" braust am Donnerstagabend vor allem über Nordrhein-Westfalen. Zuvor kam in Großbritannien …
Sturmtief "Thomas" fegt über Westen Deutschlands hinweg
Forscher untersuchen Alterung von Barbie im Museum
Nürnberg (dpa) - Wie hält man Barbie im Museum fit? Chemiker und Konservierungs-Wissenschaftler haben bei einem Forschungsprojekt für das Spielzeugmuseum in Nürnberg die …
Forscher untersuchen Alterung von Barbie im Museum

Kommentare