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Verzweiflung auf den Philippinen: Kinder bitten um Hilfe.

Nächste Hiobsbotschaft für Philippinen

Neues Sturmtief nähert sich Katastrophengebiet

Manila - Vier Tage nach dem tödlichen Taifun nähert sich ein neues Sturmtief der Küste der Philippinen. Ausläufer von „Zoraida“ brachten bereits teilweise heftige Regenfälle.

Von Cebu in Richtung der schwer betroffenen Insel Leyte wurden mehrere Fährüberfahrten wegen des schlechten Wetters abgesagt. Auch die zentrale Basis in Tacloban, wo die Hilfe für die Notstandsgebiete koordiniert wird, hat bereits mit neuen heftigen Regenfällen zu kämpfen. Soldaten mussten Hunderte Menschen zurückhalten, die im strömenden Regen auf das Rollfeld drängten. Sie hofften, mit einer der Militärmaschinen aus dem Katastrophengebiet zu entkommen.     

Dennoch soll das Wetter die Auslieferung der Hilfsgüter nicht behindern, wie Innenminister Mar Roxas am Dienstag versprach. 55.000 Nahrungsmittelpakete für Familien sollen jeden Tag verteilt werden. Inzwischen drängen Tausende Menschen auch aus dem Umland nach Tacloban, weil ihre Dörfer zerstört sind und die Hilfe dieses Regionen nur schleppend erreicht. Augenzeugen berichten von Kindern, die entlang der Straßen um Wasser und Essen flehen. Überall haben verzeifelte Überlebende Hilferufe an Container und Hauswände gemalt: "Wir brauchen Essen", "Rettet uns", "Hilfe".

Erste Tote in Massengräbern beigesetzt

Inzwischen wurden die ersten Toten beigesetzt - die meisten nur notdürftig in riesigen Massengräbern. Reporter berichteten aus Tacloban u.a. von einer Verkehrsinsel zwischen zwei Fahrbahnen der Hauptstraße, wo zahlreiche Tote notdürftig ihre letzte Ruhe fanden. Auf der Insel Samar, die "Haiyan" als erstes traf, wurden bereits 500 Todesopfer begraben. Dort gelten 2000 Menschen noch als vermisst. 

Der verheerende Taifun hatte Tausende Menschen in den Tod gerissen, weite Landstriche verwüstet und Städte zerstört.  Hunderttausende Überlebende warten dringend auf Trinkwasser, Essen, Decken und Zelte.

Das Zentrum des neuen Tiefs "Zoraida" lag nach Angaben des Wetterdienstes am Dienstag noch 200 Kilometer vor der Küste von Davao und sollte weiter Richtung Nordwesten ziehen. Bliebe es auf der berechneten Bahn, zöge es Mittwoch und Donnerstag südlich am Katastrophengebiet vorbei.

Deutschland stockt Philippinen-Hilfe auf

Deutschland hat seine Hilfe für die Opfer der Taifun-Katastrophe auf den Philippinen um eine Million Euro aufgestockt. Dies teilte der amtierende Außenminister Guido Westerwelle (FDP) nach Gesprächen mit dem philippinischen Außen-Staatssekretär Evan Garcia am Dienstag in Neu Delhi mit. Das Geld geht an die deutschen Hilfsorganisationen , die Verletzten und Obdachlosen vor Ort helfen. Am Wochenende hatte die Bundesregierung bereits 500 000 Euro zur Verfügung gestellt.

Die US-Regierung spendete 20 Millionen Dollar (15 Millionen Euro) und schickte den Flugzeugträger "USS George Washington" von Hongkong aus Richtung Philippinen los. Er hat 5000 Marinesoldaten, mehr als 80 Flugzeuge und Helikopter an Bord, die in den Notstandsgebieten zum Hilfseinsatz kommen sollen.

Bei dem Taifun „Haiyan“ starben nach offiziellen Angaben mindestens 1774 Menschen. Die Schätzungen von Hilfsorganisationen gehen von mehr als 10 000 Toten aus. Westerwelle hält sich zu einem Treffen mit anderen Außenministern aus Europa und Asien noch bis Dienstagmittag in Indien auf.

dpa

Erste Hilfe nach der Taifun-Hölle

Philippinen: Erste Hilfe nach der Taifun-Hölle 

 

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Spur der Verwüstung nach Taifun Haiyan

Spur der Verwüstung nach Taifun Haiyan

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