Neuer Taifun im Norden der Philippinen

Manila  - Nach "Nesat" am Dienstag ist nun ein neuer Taifun am Samstag im Norden der Philippinen in den Bergen im Grenzgebiet der Provinzen Isabela und Aurora auf Land getroffen.

Zum zweiten Mal in einer Woche hat ein Taifun die Philippinen erreicht. Der Wirbelsturm “Nalgae“ traf am Samstagvormittag (Ortszeit) mit Windgeschwindigkeiten von 160 Kilometern pro Stunde südlich der Palanan-Bucht auf Land. “Nalgae“ nimmt einen ähnlichen Weg über die Insel Luzon wie der Taifun “Nesat“, der Anfang der Woche mindestens 50 Menschen in den Tod riss und im Großraum Manila schwere Überschwemmungen auslöste.

Taifun "Nalgae" fegt über die Philippinen hinweg - Bilder der Zerstörung

Fast 400.000 Menschen suchten am Samstag in Evakuierungszentren oder bei Verwandten und Freunden Zuflucht. Um Unfälle zu vermeiden, stellten die Behörden in der Provinz Isabela vorübergehend den Strom ab. In der Provinzhauptstadt Ilagan deckte der Sturm Dächer ab und entwurzelte Bäume. In der nahe gelegenen Siedlung Luna kippte ein Bus mit 30 Fahrgästen auf die Seite. Bei dem Unfall am Rande eines Reisfeldes wurde nach Polizeiangaben niemand ernsthaft verletzt.

Heftiger Regen mit bis zu 25 Millimeter Niederschlag pro Stunde ließ die Flüsse anschwellen und sorgte an einigen Orten bereits für Überschwemmungen. “Der Boden ist noch immer total durchnässt und kann kein weiteres Wasser aufnehmen“, sagte der Leiter des philippinischen Wetterdienstes, Graciano Yumul. “Es fließt einfach in Richtung der Flüsse und Städte. Erdrutsche und Springfluten sind sehr wahrscheinlich.“ Angesichts steigender Pegelstände forderte Yumul die Bewohner auf, ihre Häuser zu verlassen und sich in Sicherheit zu bringen.

dpa/dapd

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