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Lombok kommt nicht zur Ruhe: Eine Frau sammelt Habseligkeiten in der Ruine ihres durch ein Erdbeben zerstörten Hauses. Foto: Firdia Lisnawati/AP

Panik im Ferienparadies

Zwei heftige Erdbeben erschüttern Ferieninsel Lombok

Die Aufräumarbeiten nach dem schweren Beben vom 5. August laufen noch, da wird die indonesische Insel Lombok schon wieder von starken Erdstößen erschüttert. Dorfbewohner geraten in Panik.

Jakarta (dpa) - Zwei Wochen nach einem verheerenden Erdbeben mit 460 Toten haben erneut zwei starke Erdstöße die indonesische Ferieninsel Lombok erschüttert. "Das Erdbeben war sehr stark zu spüren", sagte Provinzgouverneur Zainul Majdi dem Fernsehsender Metro TV. Er rechne mit Schäden.

Berichte über konkrete Zerstörungen oder über Todesopfer lagen zunächst jedoch keine vor. Das Beben in der Nacht zum Montag (Ortszeit) war schon das zweite innerhalb von 24 Stunden auf der Insel, die auch Ziel westlicher Touristen ist.

Die US-Erdbebenwarte USGS gab die Stärke des jüngsten Bebens mit 6,9 an. Es habe sein Epizentrum 62 Kilometer nordöstlich der Provinzhauptstadt Mataram gehabt und sei in 20 Kilometern Tiefe entstanden. Indonesiens Geophysisches Institut hatte die Stärke des Erdbebens zuvor mit 7,0 angegeben. Einige Stunden zuvor hatte die Erde in einer Tiefe von 32 Kilometern mit einer Stärke von 6,5 gebebt - in der Gegend, die schon das schwere Beben vom 5. August am härtesten getroffen hatte. Seither gab es immer wieder Nachbeben.

Nach dem Beben in der Nacht sei der Strom ausgefallen, berichteten Inselbewohner. Menschen seien aus den Hütten, die ihnen seit dem großen Beben vor zwei Wochen als Notunterkunft dienten, auf die Straße gelaufen. "Es ist dunkel und wir sind alle in Panik", sagte ein Augenzeuge. Schon das Beben zuvor hatte die Menschen erschreckt. Es habe mehrere vorgeschädigte Häuser zum Einsturz gebracht, sagte der Sprecher der nationalen Katastrophenschutzbehörde, Sutopo Purwo Nugroho. Über mögliche Opfer war zunächst nichts bekannt.

An dem Berg Rinjani ereigneten sich als Folge des ersten Bebens am Sonntag mehrere Erdrutsche. Das Gebiet ist seit einem Beben Ende Juni mit 16 Toten für Wanderer gesperrt. Dennoch werde die Gegend nach möglichen Opfern abgesucht, erklärte die Katastrophenschutzbehörde.

Die Katastrophe vom 5. August hatte auf Lombok nicht nur 460 Menschen getötet, sondern auch fast 7800 verletzt und mehr als 417 000 aus ihren Häusern vertrieben. Der Schaden dieses Bebens, das wie der jüngste Erdstoß eine Stärke von 6,9 hatte, übersteigt nach Schätzungen der Behörde voraussichtlich einen Betrag von 500 Millionen US-Dollar (rund 437 Millionen Euro).

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