Neun Verletzte bei Tunnelbrand

Oslo - Ein dramatischer Tunnelbrand 134 Meter unter dem Oslofjord hat neun Menschen verletzt. Sie wurden am Donnerstag in Krankenhäuser der norwegischen Hauptstadt gebracht.

Dichter Rauch hatte sie eingeschlossen, als ein mit Papier beladener Lastwagen am Nachmittag in Brand geraten war. Wie die Nachrichtenagentur NTB berichtete, rückten Spezialisten der Feuerwehr sofort von beiden Seiten des 7,2 langen Tunnels südlich von Oslo zur Brandstelle vor. Sie konnten das Feuer erst nach fast zwei Stunden löschen, nachdem zuvor die Bergung aller Menschen im Tunnel abgeschlossen war.

Die meisten Autofahrer und Mitreisenden fanden aus eigener Kraft den Weg zu einem der beiden Tunnelausgänge. Nur mit Hilfe der Feuerwehrleute konnten 29 Menschen dem dichten Rauch entkommen. Sie hatten sich in brandsichere “Notboxen“ längs der Straße geflüchtet und von dort aus Alarm geschlagen.

Über die Schwere der neun Rauchvergiftungen machten die Behörden keine Angaben. “Wir nehmen dieses Unglück sehr ernst“, sagte Feuerwehrsprecher Ole Bjørn Kaasa der Nachrichtenagentur NTB. Der komplett gesperrte Tunnel solle erst am Freitag wieder freigegeben werden, erklärte ein Vertreter des Straßenamtes im Rundfunk.

Der Oslofjordtunnel ist der drittlängste Unterwassertunnel im fjord- und tunnelreichen Norwegen. Er wurde vor elf Jahren eingeweiht und war erst im März Schauplatz eines Brandes, bei dem ein ebenfalls mit Papier beladener Lastwagen Feuer fing. Dabei erlitten vier Menschen Rauchvergiftungen.

dpa

Rubriklistenbild: © dpa

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