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Das Schloss Neuschwanstein ist auf einer Zwei-Euro-Gedenkmünze verewigt worden.

Neuschwanstein ist auf den Euro gekommen

Berlin - Die Bundesregierung bringt Schloss Neuschwanstein dreißig Millionen Mal unters Volk - als Motiv auf der Rückseite der neuen Zwei-Euro-Gedenkmünze.

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) überreichte ein Exemplar des neuen Geldstücks am Donnerstag bei einer Feierstunde im Berliner Kanzleramt an Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU). “Neuschwanstein auf dem Bayern-Zwickl - das passt“, kommentierte der CSU-Chef. Es komme “erkennbar mehr Bayern auf den Euro“ - was Seehofer angesichts der Schuldenkrise als “starkes Signal“ und “gutes Omen“ für die Währung wertete.

Merkel hob einen anderen Zweck des Geldstücks hervor: “Die Gedenkmünzserie kann als eine Art Touristenführer durch Deutschland gesehen werden.“ Seehofer ergänzte: “Das Motiv ist goldrichtig.“ Das von König Ludwig II. in Auftrag gegebene Bauwerk habe mit rund 1,4 Millionen Besuchern pro Jahr so viele Gäste wie die Landeshauptstadt München Einwohner.

Bayern hat als siebtes Bundesland eine Zwei-Euro-Gedenkmünze bekommen. Der Freistaat hat derzeit die Präsidentschaft im Bundesrat inne, was das Bundesfinanzministerium seit 2006 mit der Herausgabe einer Bundesländer-Euromünze begleitet. Das bayerische Exemplar wurde von dem Künstler Erich Ott aus Oberammergau gestaltet, der auch außerhalb des Freistaats gefragt ist. Ott gestaltete bereits die 2008 herausgegebene Hamburger Gedenkmünze mit dem Kirchturm des Michel.

Rund um das Schloss Neuschwanstein sei die seit 3. Februar erhältliche Münze bereits vergriffen, sagte Seehofer. “Da wir Bayern das nicht wieder ausgeben, sondern sammeln, leisten wir so einen wichtigen Beitrag zur Stabilität des Euros.“

dpa

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