Mindestens 15 Tote

Vulkanausbruch in Neuseeland: 17 Menschen sterben - Suche nach Vermissten eingestellt 

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Auf der Insel White Island in Neuseeland ist ein Vulkan unerwartet ausgebrochen. Am Ort der Katastrophe befanden sich Dutzende Touristen, auch vier Deutsche waren dabei. 

  • Auf der neuseeländischen Insel White Island ist ein Vulkan am Montag (9. Dezember 2019) ausgebrochen.
  • Die Polizei hat bislang 17 Tote bestätigt, zwei vermisste Personen offenbar ins Meer gespült.
  • Vier Deutsche waren zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs auf der Insel oder in der Nähe. 

Update vom 24. Dezember 2019:

Zwei Wochen nach dem Ausbruch eines Vulkans auf der neuseeländischen Insel White Island ist die Suche nach zwei Vermissten offiziell eingestellt worden. Das teilte Polizeichef Andy McGregor am Dienstag mit. Die bisherige intensive Suche sowohl unter Wasser als auch aus der Luft sei ohne Erfolg geblieben.

Durch den Vulkanausbruch starben bisher 17 Menschen. Örtliche Behörden gehen aber davon aus, dass auch die beiden Vermissten - eine australische Jugendliche und ein einheimischer Reiseleiter - ums Leben gekommen und ihre Leichen ins Meer gespült worden sind.

Dutzende Menschen befanden sich am 9. Dezember auf einer Sightseeingtour auf der Vulkaninsel White Island, als es zu dem Ausbruch kam. Noch immer werden 13 Verletzte wegen teils schlimmer Verbrennungen in Krankenhäusern in Neuseeland behandelt, wie das dortige Gesundheitsministerium mitteilte. 13 Patienten seien nach Australien ausgeflogen worden.

Update vom 18. Dezember, 8.55 Uhr:Über eine Woche nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland reduzieren die Rettungskräfte ihre Suche nach den letzten beiden vermissten Leichen. Die neuseeländische Polizei geht davon aus, dass die beiden Opfer vor über einer Woche ins Meer gespült worden sind. Rettungskräfte hatten zuletzt mit Hubschraubern aus der Luft vor der Küste der Vulkaninsel White Island nach den beiden Opfern gesucht, Taucher suchten das Meer um die Insel ab. Laut Einsatzleitung werde die Suche in den kommenden Tagen fortgesetzt, die Verantwortlichkeit des Rettungseinsatzes geht an die örtliche Polizei über.

Vulkanausbruch in Neuseeland: Polizei setzt Suche fort - Gedenkminute für Opfer 

Update vom 16. Dezember, 11.42 Uhr: Exakt eine Woche nach dem Vulkanausbruch in Neuseeland hat das Land mit einer Schweigeminute der mindestens 16 Todesopfer und zahlreichen Verletzten gedacht. Genau um 14.11 Uhr (Ortszeit/2.11 Uhr MEZ) und damit zum Zeitpunkt der Eruption auf der Insel White Island im Osten von Neuseelands Nordinsel hielt das Kabinett von Premierministerin Jacinda Ardern am Montag während einer Sitzung inne. In der Hauptstadt Wellington lagen Kondolenzbücher für die Öffentlichkeit aus.

„Wo auch immer Sie sich in Neuseeland oder auf der Welt befinden - dies ist der Moment, an dem wir denjenigen beistehen können, die bei dieser außergewöhnlichen Tragödie Angehörige verloren haben“, hatte Ardern vor der Schweigeminute gesagt.

Die Polizei setzte auch am Montag die Suche nach zwei noch immer Vermissten fort, allerdings nur aus der Luft. Nach Einschätzung der Behörden dürften auch diese den Ausbruch nicht überlebt haben. Zum Zeitpunkt der Eruption besuchten gerade Dutzende Touristen die unbewohnte Insel. Zehn der Todesopfer waren Australier, die sich auf einer Kreuzfahrt befanden. Australiens Außenministerin Marise Payne bedankte sich am Montag in Neuseeland für die Hilfe nach der Naturkatastrophe.

14 Menschen lagen nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag mit Verbrennungen in vier neuseeländischen Krankenhäusern. Weitere 13 waren zur Behandlung nach Australien geflogen worden.

Update vom 14. Dezember, 13.30 Uhr: Nach dem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel White Island, ist ein weiterer Mensch im Krankenhaus seinen Verletzungen erlegen. Damit liegt die Zahl der Opfer offiziell bei 15. Allerdings gehen die Ermittler davon aus, dass sich die sterblichen Überreste von zwei weiteren Opfern noch auf der Insel befinden. Nachdem am Freitag sechs Leichen von White Island geborgen wurden, setzten Taucher die Suche nach den Vermissten am Samstag rund um die Insel fort.

Momentan befinden sich noch 27 Menschen in Behandlung in Krankenhäusern in Neuseeland und Australien. Mindestens zehn von ihnen befinden sich wohl in kritischem Zustand.

Tote bei Vulkanausbruch in Neuseeland: Weitere Leichen geborgen - Notarzt beschreibt dramatischen Anblick 

Update vom 11. Dezember, 16.14 Uhr: Vier Tage nach dem Vulkanausbruch auf der neuseeländischen Insel White Island haben Einsatzkräfte dort sechs Leichen geborgen. Die sterblichen Überreste seien an Bord eines neuseeländischen Marineschiffes gebracht worden, teilte Vize-Polizeichef John Tims am Freitag mit. Der Einsatz des Bergungsteams aus acht Elitesoldaten fand unter äußerst riskanten Bedingungen statt: Vulkanforscher warnten vor einer möglichen neuen Eruption.

Die Behörden gingen davon aus, dass es auf White Island neben den gefundenen sechs Leichen noch die sterblichen Überreste zweier weiterer Opfer des Vulkanausbruchs gab. Damit würde die Gesamtzahl der Opfer bei mindestens 16 liegen. Zwei Menschen waren nach Polizeiangaben in der Nacht zum Donnerstag im Krankenhaus ihren Verletzungen erlegen.

Den Bergungseinsatz auf White Island hatten die Behörden trotz der Warnungen der Vulkanexperten gebilligt, dass die Gefahr einer neuen Eruption gestiegen sei. Sie lag demnach mittlerweile bei 50 bis 60 Prozent. Allerdings war zuletzt von Seiten von Angehörigen der Druck auf die Behörden gewachsen, die Bergungsmission einzuleiten.

Update vom 11. Dezember, 16.14 Uhr: Vier Deutsche waren zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs auf White Island. Unter den Vermissten soll sich ein Ehepaar aus Karlsruhe befinden. Die neuseeländische Polizei hat eine Liste von neun Personen veröffentlicht, die offiziell als vermisst gelten. Es sind Menschen aus Australien und Neuseeland. Die Liste ist nach Angaben der Polizei jedoch unvollständig, da die Behörden noch nicht mit allen Angehörigen sprechen konnten.

Nach Vulkanausbruch auf White Island: Notarzt schildert grauenvolle Szenen 

Ärzte kämpfen um die Überlebenden, die unter schweren Verbrennungen leiden. Notarzt John Bonning beschreibt in der neuseeländischen Zeitung New Zealand Herald die dramatische Situation aus dem Krankenhaus. „Das ist eine der größten Herausforderungen, denn Sie wissen, dass die Patienten so große Schmerzen haben und in den nächsten zwei oder drei Wochen um ihr Leben kämpfen werden, und selbst dann könnten sie sterben."

Bonning erzählt, als er die Patienten nach dem Vulkanausbruch am Montag in das Waikato-Krankenhaus behandelte, konnte er den Schwefel riechen, der aus ihrer Kleidung kam. Er sah, wie sich „tote Hautstücke“ und „Aschebrüche“ von ihren Körpern lösten.

Um den Opfern bei der Behandlung der schweren Verletzungen zu helfen, haben neuseeländische  Behörden veranlasst, dass 120 Quadratmeter Haut aus den USA und Australien nach Neuseeland gebracht werden. 

Tote bei Vulkanausbruch in Neuseeland: „Höchst tragische Situation“ für Bergungsteam 

Update vom 11. Dezember, 10.28 Uhr: Wegen der Gefahr eines neuen Ausbruchs bleibt die neuseeländische Vulkaninsel White Island weiterhin gesperrt. Den Bergungsteams gelang es auch am Mittwoch (Ortszeit) nicht, die vermutlich noch acht Toten von der Insel zu holen. Die Leiterin des nationalen Zivilschutzes, Sarah Stuart-Black, sprach von einer „höchst tragischen Situation“, nicht nur für die Hinterbliebenen.

Bei dem Ausbruch am Montag kamen nach einer bisherigen inoffiziellen Bilanz 14 Menschen ums Leben. Mehrere Inselbesucher schweben in Lebensgefahr. Am Mittwoch wurden noch insgesamt 30 Verletzte wegen ihrer Verbrennungen in Spezialkliniken behandelt. Darunter sind auch vier deutsche Neuseeland-Urlauber. Wie schlimm die Bundesbürger verletzt sind, ist unklar.

Die Polizei hat schon länger keine Hoffnung mehr, auf der Insel 50 Kilometer vor der Küste noch Überlebende zu finden. Polizei-Vize John Tims sagte, seine Leute stünden bereit, auf White Island zu gehen. Derzeit sei es aber zu gefährlich. Nach Angaben des Geoforschungszentrums GNS liegt die Gefahr neuer Eruptionen bei mehr als 50 Prozent.

Der Arzt Peter Watson sagte, die Verletzten seien dringend auf Hilfe angewiesen. Die meisten würden künstlich beatmet. Bei einigen seien 90 bis 95 Prozent der Hautoberfläche verbrannt. Die Hälfte der 47 Inselbesucher stammte aus Australien. Andere kamen aus China, den USA und Großbritannien. Neuseeland ist der deutschen Zeit derzeit zwölf Stunden voraus.

Tote bei Vulkanausbruch in Neuseeland: Deutsche Touristen verletzt - Erdbeben erschüttert Küste

Update vom 10. Dezember, 11.23 Uhr: Einen Tag nach dem Vulkanausbruch auf White Island versucht sich die Polizei mit Einsatzkräften und Rettern einen Überblick über die Lage auf der Insel zu verschaffen. Mit Drohnen und speziellen Messgeräten sollten die Gaswerte in der Atmosphäre bestimmt werden. Bislang war es für den Einsatz der Drohnen aber zu windig. Die neuseeländische Polizei hat eine Liste der 47 Menschen veröffentlicht, die sich zum Zeitpunkt des Vulkanausbruchs auf der Insel aufhielten: 

  • 24 Menschen aus Australien
  • Zwei Menschen aus China
  • Vier Menschen aus Deutschland
  • Eine Person aus Malaysien
  • Fünf Menschen aus Neuseeland
  • Zwei Menschen aus dem Großbritannien
  • Neun Menschen aus den USA

31 Menschen werden derzeit im Krankenhaus behandelt, teilte die Polizei weiter mit. Die Verletzten haben zum Teil schwere Brandverletzungen und müssen in sepziellen Kliniken für Brandopfer behandelt werden. Wie der New Zealand Herald berichtet, haben einige der Verunglückten Verbrennungen an 90 Prozent ihres Körpers und könnten diese schrecklichen Verletzungen nicht überleben.

Die Polizei versucht nach eigenen Angaben so schnell wie möglich die Toten sowie die Verletzten zu identifizieren.

Nach Vulkanausbruch auf White Island: Erdbeben erschüttern Neuseeland

Update vom 10. Dezember, 7.13 Uhr: Einen Tag nach dem Ausbruch des Vulkans von White Island ist die Ostküste Neuseelands am Dienstag von einem Erdbeben der Stärke 5,3 erschüttert worden. Sein Epizentrum lag nach Angaben des nationalen Geologischen Gefahrenüberwachungssystems Geonet nahe der Stadt Gisborne auf der Nordinsel. Das Beben konnte den Angaben zufolge auch im 180 Kilometer südlich gelegenen Whakatane gespürt werden. 

Diese Stadt ist nur 50 Kilometer von der Vulkaninsel White Island entfernt, wo am Montag bei einem plötzlichen Ausbruch mindestens fünf Menschen ums Leben gekommen waren - für weitere acht Vermisste gab es kaum noch Hoffnung. Geonet teilte mit, das Erdbeben habe nicht mit diesem Ausbruch zu tun.

Nach Angaben des Auswärtigen Amtes befanden sich nach derzeitigem Kenntnisstand keine Deutschen unter den Toten. Aber: „Wir müssen davon ausgehen, dass Deutsche unter den Verletzten sind“, hieß es dazu aus dem Ministerium in Berlin.

Nach Vulkanausbruch in Neuseeland: Deutsche unter den Verletzten 

Update vom 9. Dezember, 20.38 Uhr: Nach dem Vulkanausbruch auf der kleinen Insel White Island vor der Küste  Neuseelands gelten noch  acht Menschen als vermisst. Auch ein Ehepaar aus Karlsruhe soll unter den Vermissten sein, wie heidelberg24.de* berichtet. 31 Menschen wurden am Tag nach dem plötzlichen Ausbruch des Vulkans von White Island im Krankenhaus behandelt, wie die Polizei am Dienstagmorgen (Ortszeit) mitteilte. Bereits zuvor war bestätigt worden, dass fünf Menschen ums Leben kamen.

Premierministerin Jacinda Ardern sagte bei einer Pressekonferenz im Küstenstädtchen Whakatane auf der neuseeländischen Nordinsel, man halte die Vermissten für tot. Es handele sich um Neuseeländer sowie um Touristen aus Australien, Großbritannien, China, Malaysia und den USA.

Nach Vulkanausbruch in Neuseeland: Deutsche unter den Verletzten

Update vom 9. Dezember 17.10: Bei dem Vulkanausbruch am Montag in Neuseeland sind vermutlich deutsche Touristen verletzt worden. „Wir müssen davon ausgehen, dass Deutsche unter den Verletzten sind“, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin am Nachmittag auf Nachfrage der Deutschen Presse-Agentur. Derzeit habe man keine Erkenntnisse, dass sich Deutsche auch unter den Toten befänden.

Der Vulkan auf der neuseeländischen Insel White Island brach gegen 14.11 Ortszeit (2.11 Uhr MEZ) aus. Möglicherweise zwei Dutzend Menschen kamen nach Angaben der Polizei bei der Eruption ums Leben. Bis zum Abend wurden fünf Tote geborgen. Auch 18 Verletzte haben man bergen können, hieß es.

Hoffnung auf weitere Überlebende besteht nach Aussage der Polizei aber nicht mehr. Die Rettungskräfte hatten die Suche bei Einbruch der Dunkelheit unterbrochen. Erst bei Tagesanbruch will das neuseeländische Militär weiter nach den Vermissten suchen.

Nach Vulkanausbruch in Neuseeland: Insel für Touristen zu gefährlich?

Update vom 9. Dezember 15.16 Uhr: Die Vulkaninsel White Island in Neuseeland ist bei Urlaubern sehr beliebt. Das Betreten der Insel ist nur mit einem Führer erlaubt. Zum Zeitpunkt des Ausbruchs waren, laut Polizei, weniger als 50 Menschen auf der Insel. Darunter 30 Passagiere eines Kreuzfahrtschiffs der Gesellschaft Royal Caribbean. 23 Menschen konnten von der Insel geholt werden. Verletzte wurden mit Verbrennungen ins Krankenhaus gebracht. 

War es zu gefährlich Touristen auf die Vulkaninsel zu lassen? Hätte das Unglück verhindert werden können? Das Risiko sei offensichtlich unterschätzt worden, sagte der Vulkanologe Thomas Walter vom Deutschen Geoforschungszentrum (GFZ) gegenüber der Nachrichtenagentur dpa. „Auf White Island kann man mit wenig Geld und Aufwand einen aktiven Vulkan besuchen. Man kommt direkt mit dem Boot auf die Insel, das ist verlockend“, sagte Vulkanologe Walter. „Ich glaube, man wird diese Art von Reisen dort nicht mehr anbieten können.“ 

Ein Vulkanausbruch in Neuseeland hat Einheimische und Touristen auf der Insel White Island überrascht. Es gab mindestens fünf Tote.

Nach Vulkanausbruch auf White Island: „Kein Lebenszeichen“ gesichtet

Update vom 9. Dezember, 12.39 Uhr: Wie die neuseeländische Polizei mitteilt, hätten mehrere Aufklärungsflüge „kein Lebenszeichen“ auf der Insel gezeigt. Es gibt wohl keine Hoffnung auf Überlebende auf der Vulkaninsel, schreibt Sky News. Laut dem New Zealand Herald sei bei der Evakuierung jeder der lebend von der Insel hätte kommen können, gerettet worden. Die Polizei arbeite derzeit daran eine Liste zusammenzustellen, wer den Vulkanausbruch auf White Island überlebt habe. Neuseeländer und ausländische Touristen würden noch vermisst, teilen die Behörden mit. 

Aktuell könnten keine Rettungseinsätze auf der Insel stattfinden. Das Risiko sei zu hoch. Die Polizei habe sich nach eigenen Angaben mit GeoNet-Experten beraten. Wenn neue Informationen vorliegen, würde eine Neubewertung der Lage stattfinden.   

Inzwischen richtete die Polizei eine Rufnummer ein, unter der man sich aus dem Ausland nach dem Verbleib von Angehörigen informieren kann. Die Nummer lautet: +64 9105 105.  

Touristen von Vulkanausbruch überrascht - mindestens fünf Tote in Neuseeland 

Update vom 9. Dezember, 9.30 Uhr: Bei dem plötzlichen Vulkanausbruch in Neuseeland sind mindestens fünf Menschen getötet worden. Mehr als 20 Menschen würden weiterhin vermisst, teilte die Polizei mit. 

Der Vulkan brach nach Angaben der Behörden gegen 14.11 Uhr Ortszeit (2.11 Uhr) Ortszeit aus. Auf Bildern einer Beobachtungskamera ist zu sehen, wie sich kurz zuvor noch eine größere Gruppe von Wanderern in unmittelbarer Nähe des Kraters aufhält. Dann wird die Kamera schwarz. Die Polizei sprach davon, dass zu diesem Moment bis zu 50 Menschen auf der Insel White Island waren.

Zu möglichen deutschen Betroffenen gab es am Morgen noch keine Informationen. Aus dem Auswärtigen Amt hieß es, die deutsche Botschaft in Wellington bemühe sich mit Hochdruck um Aufklärung.

Bilder einer Überwachungskamera zeigen Touristen auf einem Pfad in der Nähe eines Vulkankraters.

Vulkanausbruch auf White Island in Neuseeland: Ein Toter - Video zeigt die Flucht

Erstmeldung vom 9. Dezember 2019, 7.25 Uhr:

Auckland - Auf der neuseeländischen Insel White Island, einem beliebten Ziel von Touristen, ist ein Vulkan ausgebrochen. Mindestens ein Mensch wurde getötet. Die Polizei befürchtet nach Angaben eines Sprechers, dass es noch weitere Todesopfer geben könnte. Die Eruption ereignete sich am Montag gegen 14.11 Uhr Ortszeit (2.11 Uhr MEZ). Zu diesem Zeitpunkt hielten sich mehrere Dutzend Touristen auf der Insel auf. Nach mehreren anderen Tagesausflüglern wurde noch gesucht. White Island liegt im Nordosten von Neuseelands Nordinsel, etwa 50 Kilometer von der Küste entfernt. Selbst von dort war die riesige Aschewolke zu sehen.

Vulkanausbruch in Neuseeland: Bis zu 20 Menschen auf White Island verletzt

Nach Medienberichten wurden bis zu 20 Menschen verletzt. Dafür gab es vonseiten der Behörden zunächst jedoch keine Bestätigung. Neuseelands Premierministerin Jacinda Ardern sprach von einer Situation, die sich noch „entwickelt“. Mindestens sieben Hubschrauber waren im Einsatz, um Menschen von der Insel in Sicherheit zu bringen.

Der V ulkan wird von den Maori-Ureinwohnern Te Puia O Whakaari genannt, was sich mit „Der dramatische Vulkan“ übersetzen lässt. Er ist der aktivste Vulkan Neuseelands. Mehrere Unternehmen bieten von der Küste aus Tagestouren mit dem Boot an. Die Insel wird pro Jahr von etwa 10.000 Ausflüglern besucht. Das Nachrichtenportal „Stuff“ zeigte Fotos, die kurz vor dem Ausbruch entstanden sein sollen. Darauf sind mehrere Touristen in der Nähe des Kraters zu sehen. Auf Twitter sind auch dramatische Videoa zu sehen, die den Ausbruch von einem Boot aus zeigt. Der User Michael S. schreibt, dass er und seine Familie kurz vor dem Ausbruch noch am Vulkan gewesen sind.

Nach dem Vulkanausbruch ist alles von Asche bedeckt. Bei dem Hubschrauber sind die Rotorblätter zerstört.

White Island wurde von Seefahrer James Cook entdeckt

Die Insel wurde 1769 von dem britischen Seefahrer James Cook entdeckt, der ihr auch den Namen gab. Grund dafür war, dass White Island ständig in einer Wolke von weißem Dampf und Rauch erschien. Cook ahnte jedoch offenbar nicht, dass sich dahinter ein Vulkan verbirgt. Die Tagestouren, bei denen man einen Blick ins Innere der Erde werfen kann, sind sehr beliebt.

Neuseeland liegt auf dem sogenannten Pazifischen Feuerring, der geologisch aktivsten Zone der Erde. Auch Erdbeben sind dort keine Seltenheit. In der Stadt Christchurch kamen bei einem Beben im Februar 2011 mehr als 180 Menschen ums Leben.

dpa

Im Sommer ist auch in Europa ein Mensch bei einem Vulkanausbruch gestorben. Bei dem Ausbruch des Stromboli in Italien kam er ums Leben.

Bahlsen-Erbe Alex Bahlsen ist offenbar bei einem Flugzeugabsturz in Kanada ums Leben gekommen. Die genauen Umstände sind noch unklar.  

*heidelberg24.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks

Im Januar bedroht der Vulkan Taal nahe der philippinischen Hauptstadt Manile Hunderttausende. Bilder zeigen das Ausmaß der Gefahr

Rubriklistenbild: © dpa

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