Neuseeland: Gestrandete Wale eingeschläfert

Wellington - Nach mehreren gescheiterten Rettungsversuchen sind 33 an der neuseeländischen Küste gestrandete Wale eingeschläfert worden. Sie waren schwach und hatten Stress.

Lesen Sie auch:

Gerettete Grindwale erneut gestrandet

33 Grindwale, die bereits zum dritten Mal vor der Küste Neuseelands gestrandete sind, wurden am Donnerstag eingeschläfert. Die Meeressäuger hätten deutliche Anzeichen von Schwäche und Stress gezeigt, sagte der Umweltschutzbeauftragte John Mason der Zeitung “New Zealand Herald“. Viele Tiere hätten geblutet, auf ihrer Haut hätten sich außerdem Blasen gebildet.

Freiwillige Helfer hatten die Wale nach zwei gescheiterten Rettungsaktionen am Morgen erneut am Strand entdeckt. Mit einem Schuss wurden die Wale getötet, sagte Mason. “Wir glauben nicht, dass mehr für sie hätte getan werden können.“

Die Tiere gehörten zu einer Gruppe von 99 Grindwalen, die am Montag auf der Landzunge Farewell Spit im Norden der Südinsel gestrandet war. Seitdem hatten freiwillige Helfer die Tiere zweimal in tieferes Wasser bugsiert, doch kurze Zeit später verirrten sich einige der Wale erneut ans Land. Nach neuesten Angaben verendeten insgesamt 82 Meeressäuger. “Es ist frustrierend und sehr enttäuschend“, sagte Mason. Nur 17 der Gruppe konnten sich bei einsetzender Flut freischwimmen.

Kimberly Muncaster von der Tierschutzorganisation “Project Jonah“ lobte die Helfer für ihren tagelangen Einsatz. “Sie haben alles gegeben, was sie konnten“, sagte Muncaster dem Blatt. Das traurige Ergebnis habe alle “am Boden zerstört“.

Farewell Spit liegt im Norden der neuseeländischen Südinsel. Nach Medienangaben ist es bereits das dritte Mal in diesem Sommer, dass Wale in dieser Region der Küste stranden. Zuletzt hatten sich Anfang des Monats 25 Grindwale an der gleichen Stelle ans Land verirrt - 18 von ihnen überlebten mit Hilfe von Umweltschützern und schwammen wieder in das offene Meer hinaus.

dpa

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

USA: Mann erschießt drei Menschen - Fahndung läuft
Ein Mann soll in einer Firma im US-Bundesstaat Maryland drei Menschen erschossen und zwei weitere verletzt haben.
USA: Mann erschießt drei Menschen - Fahndung läuft
Dramatischer Insektenschwund in Deutschland
Kiloweise sammelten Forscher in den vergangenen 27 Jahren Insekten aus aufgestellten Fallen. Die Auswertung der Sammeldaten bestätigt: Die Insektenzahl schwindet …
Dramatischer Insektenschwund in Deutschland
Lotto am Mittwoch vom 18.10.2017: Das sind die aktuellen Lottozahlen von heute
Lotto am Mittwoch vom 18.10.2017: Hier finden Sie die aktuellen Lottozahlen vom Mittwoch. 1 Million Euro liegt heute im Jackpot.
Lotto am Mittwoch vom 18.10.2017: Das sind die aktuellen Lottozahlen von heute
Anführer der Pakistan-Taliban offenbar tot
Nach eigenen Angaben ist der Anführer der pakistanischen Taliban, Khalifa Umar Mansoor, offenbar tot. Näher Angaben machten die Gotteskrieger nicht.
Anführer der Pakistan-Taliban offenbar tot

Kommentare