Explosion in New York: Polizei geht Hinweisen nach

Explosion in New York: Polizei geht Hinweisen nach
+
Pestizideinsatz in Brandenburg. Foto: Patrick Pleul/Archiv

Neuzulassung von Pestizid Glyphosat in Europa weiter ungewiss

In der Landwirtschaft ist Glyphosat ein beliebtes Mittel im Kampf gegen Unkraut. Doch dem Nutzen stehen auch Risiken gegenüber - Teile der Wissenschaft vermuten Krebsgefahr für den Menschen. Bekommt der Unkrautvernichter erneut die EU-Zulassung?

Brüssel (dpa) - Teilerfolg für Umweltaktivisten: Die EU-Staaten haben sich vorerst nicht auf eine Neuzulassung des umstrittenen Unkrautvernichters Glyphosat geeinigt.

Bereits am ersten Tag der zweitägigen Sitzung von Experten der 28 EU-Länder zeichnete sich ab, dass die nötige Mehrheit nicht zustande kommen würde. Zu einer Abstimmung kam es am Dienstag nicht. Das weltweit meistgenutzte Pestizid steht im Verdacht, krebserregend zu sein. Die derzeitige Zulassung in der EU läuft noch bis Ende Juni.

Das Experten-Gremium soll sich nach derzeitiger Planung am 18. und 19. Mai erneut mit der Zukunft des Mittels befassen. Allerdings könnte das Thema auch schon vorher besprochen werden, hieß es aus der EU-Kommission. Insbesondere habe es Diskussionen über Zusatzstoffe gegeben, die gemeinsam mit der Substanz Glyphosat zum Einsatz kommen.

Die Bundesregierung hat ihre Position zum Thema bisher nicht festgelegt. Mindestens vier Staaten wollten dem Vorschlag am Montag nicht zustimmen. Schweden, Italien, Frankreich und die Niederlande waren nicht oder noch nicht zum Ja bereit. Die EU-Kommission hatte eine Neuzulassung bis zum Jahr 2031 vorgeschlagen.

Der Grünen-Bundestagsabgeordnete Harald Ebner zeigte sich erfreut über die Entwicklung: "Natürlich bedeutet das Verschieben noch lange kein Ende für Glyphosat. Aber es gibt uns potenziell die notwendige Zeit, weitere wichtige Einschätzungen zur Gesundheits- und Umweltgefahr des Pflanzenvernichters abzuwarten." Er verwies auf ausstehende Neubewertungen der Europäischen Chemikalienagentur (ECHA) und einer Expertengruppe der Weltgesundheitsorganisation WHO. Die Umweltorganisation Greenpeace forderte einen "grundsätzlichen Wandel in der Landwirtschaft" und Alternativen zum "Griff zur Giftspritze".

Bei der Diskussion um die Zulassung auf EU-Ebene geht es nur um die Substanz Glyphosat. Die Entscheidung darüber, ob Pflanzenschutzmittel, die Glyphosat enthalten, sicher sind und auf ihrem Gebiet in den Verkehr gebracht werden dürfen, obliegt den einzelnen Mitgliedstaaten.

Ob Glyphosat eine Gefahr für den Menschen darstellt, ist umstritten. Die Internationale Krebsforschungsagentur der Weltgesundheitsorganisation WHO (IARC) stufte das Mittel vergangenen Sommer als wahrscheinlich krebserregend ein. Im November kam die EU-Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) hingegen zum Schluss, der Wirkstoff berge vermutlich keine Krebsgefahr für den Menschen. Das entspricht auch der Einschätzung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR). Menschen kommen mit dem Herbizid über Lebensmittel, Trinkwasser oder etwa die Arbeit in der Landwirtschaft in Kontakt.

Landwirtschaftsministerium zu Glyphosat

BfR zu Glyphosat

Umweltbundesamt zu Glyphosat

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Polizei geht Hinweisen auf Explosion in New York nach
New York (dpa) - Die New Yorker Polizei prüft Hinweise auf eine mögliche Explosion in Manhattan. Man gehe derartigen Berichten nach, teilte das New York Police …
Polizei geht Hinweisen auf Explosion in New York nach
Explosion in New York: Polizei geht Hinweisen nach
Im New Yorker Stadtteil Manhattan hat es nach Angaben der Polizei eine "Explosion" in der Nähe eines Busbahnhofs gegeben.
Explosion in New York: Polizei geht Hinweisen nach
Haftstrafe: Vater tötet sein Baby - Mutter hört die Schreie, aber macht nichts
Der Vater quälte und ermordete seinen nur wenige Tage alten Sohn, die Mutter nebenan im Schlafzimmer hörte die Schreie des Kleinen, tat aber nichts.
Haftstrafe: Vater tötet sein Baby - Mutter hört die Schreie, aber macht nichts
„Lebensmüde Nummer“: Prügelattacke in Autobahntunnel
Mitten auf der Straße haben sich in einem Thüringer Autobahntunnel zwei Autofahrer geprügelt. Der Verkehr kam zeitweise zum Erliegen.
„Lebensmüde Nummer“: Prügelattacke in Autobahntunnel

Kommentare