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Täter der New Yorker U-Bahn-Attacke: „Ich will Menschen töten“

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Von: Sophia Lother

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In einer U-Bahn-Station in New York sind mehrere Schüsse gefallen. Die Polizei nimmt einen verdächtigen Mann fest. Seine Gewaltphantasien hatte er zuvor veröffentlicht.

Update vom Donnerstag, 14.04.2022, 19.45 Uhr: Der 62-jährige Tatverdächtige, der in der New Yorker U-Bahn Schüsse auf Reisende abgegeben hatte, hat offenbar in mehreren YouTube-Videos bereits über Gewalttaten und Amokläufe gesprochen, so ein Bericht des CNN. Eines davon sei erst am Montag dieser Woche hochgeladen worden. Darin erzählt er, er habe eine Menge durchgemacht. „Ich will Menschen töten. Ich will Menschen vor meinen verdammten Augen sterben sehen“, sagt er weiter. Er wolle allerdings nicht ins Gefängnis gehen. Die Behörden konnten laut CNN außerdem die Tatwaffe durch Kaufbelege mit dem Tatverdächtigen in direkte Verbindung bringen, sowie auch den Kauf einer Gasmaske via Ebay und einen Mietwagen, der vor Ort gefunden wurde.

USA – Schüsse in New Yorker U-Bahn: Polizei nimmt Verdächtigen fest

+++ 22.25 Uhr: Der Verdächtige im Zusammenhang mit dem Schusswaffen-Vorfall in der New Yorker U-Bahn ist nach einem Tipp aus der Bevölkerung festgenommen worden. Wie die US-Behörden bei einer Pressekonferenz mitteilten, habe sich ein Zeuge bei einer entsprechenden Telefon-Hotline gemeldet. Dem Hinweis zufolge sollte sich der Verdächtige in einem Schnellrestaurant im East Village im Südosten Manhattans befinden.

Daraufhin haben die Polizisten die Umgebung abgesucht und den Verdächtigen an der Ecke von First Avenue und St. Marks Place festgenommen. Der 62-Jährige soll nach Angaben der Behörden keinen Widerstand geleistet haben. Für Hinweise zur Festnahme des Tatverdächtigen war zuvor eine Belohnung von 50.000 Dollar (rund 46.000 Euro) ausgesetzt worden.

Nun soll der Mann wegen „terroristischer und anderer gewaltsamer Attacken“ auf den öffentlichen Nahverkehr angeklagt werden. Bei einer Verurteilung drohe dem 62-Jährigen lebenslange Haft, so die örtlichen Behörden. Der in New York geborene Mann sei der Polizei bekannt. Insgesamt neunmal soll er in verschiedenen Bundestaaten der USA festgenommen worden sein.

Schüsse in New Yorker: Polizei nimmt Verdächtigen fest

+++ 21.05 Uhr: Nach dem Schusswaffen-Vorfall in der New Yorker U-Bahn hat die Polizei nun einen Verdächtigen festgenommen. Der Mann sei am Mittwoch in New York gefasst worden, teilte Bürgermeister Eric Adams bei einer Pressekonferenz mit.

Mitarbeiter des New York City Police Department bewachen den Eingang der U-Bahn-Station 36th Street im New Yorker Stadtteil Brooklyn, wo mehrere Menschen bei Schüssen verletzt wurden.
Mitarbeiter des New York City Police Department bewachen den Eingang der U-Bahn-Station 36th Street im New Yorker Stadtteil Brooklyn, wo mehrere Menschen bei Schüssen verletzt wurden. © John Minchillo/dpa

Zuvor wurde ein 62-jähriger Mann als Verdächtiger gesucht. Er hatte einen Kleinlaster gemietet, dessen Schlüssel am Tatort gefunden wurden. Das berichtete die Deutsche Presse-Agentur (dpa) am Nachmittag. Hinweise für einen Komplizen gebe es derzeit nicht, betonte Adams.

Inzwischen verkehren die U-Bahnen in New York wieder weitestgehend nach Fahrplan. „Ich wäre jetzt in der U-Bahn, wenn ich nicht in Quarantäne wäre“, wurde der Bürgermeister von der dpa zitiert, der aufgrund einer Corona-Infektion nicht vor Ort sein kann.

Schüsse in New Yorker U-Bahn: 50.000 Dollar als Belohnung ausgesetzt

+++ 12.45 Uhr: Nach dem Schusswaffen-Vorfall in der New Yorker U-Bahn ist eine Belohnung von 50.000 Dollar (rund 46.000 Euro) für Hinweise zur Festnahme des Tatverdächtigen ausgelobt worden. „Wir tun alles, was wir können, um den Mann zu fassen, der für diesen abscheulichen Angriff auf unsere Fahrgäste verantwortlich ist“, sagte der Chef der New Yorker Verkehrsbetriebe (MTA), Janno Lieber, am Dienstagabend (Ortszeit) in einer Stellungnahme. Mindestens 23 Menschen waren bei dem Vorfall verletzt worden. Lieber rief die Bewohner der Millionenmetropole auf, sich mit Beobachtungen zu dem Vorfall bei der Polizei zu melden: „Der Gerechtigkeit muss Genüge getan werden.“

Schüsse in New Yorker U-Bahn: Polizei fahndet nach Verdächtigem

Update von Mittwoch, 13.04.2022, 10.00 Uhr: Nachdem in einer U-Bahn in New York am Dienstag Schüsse gefallen sind, fahndet die Polizei mit Hochdruck nach einem Verdächtigen. Laut Polizeichefin Keechant Sewell wird ein „dunkelhäutiger“ Mann als „Person von Interesse“ gesucht. Er habe zuvor in Philadelphia einen Kleinlaster gemietet. Der Schlüssel des Fahrzeugs sei in einer Tasche am Tatort gefunden worden, die möglicherweise dem Täter zuzuordnen sei. Der Kleinlaster war nach dem Vorfall abgestellt in einem anderen Teil von Brooklyn gefunden worden. Ob es sich bei dem 62 Jahre alten Mann, der laut Angaben der Polizei Wohnsitze in Philadelphia und Wisconsin hat, auch um den Täter handelt, ist demnach aber noch völlig unklar.

Bei dem Vorfall während der Hauptverkehrszeit am Dienstagmorgen (12.04.2022) hatte ein Mann ersten Erkenntnissen zufolge in einer U-Bahn im Stadtteil Brooklyn das Feuer eröffnet. Der Mann habe im zweiten Wagen eines Zugs der Linie N auf dem Weg nach Manhattan zwischen der Station 59 St und 36 St in einer hinteren Ecke gesessen, so die Polizei. Er habe eine orange-grüne Bauarbeiter-Weste, eine Corona-Schutzmaske, einen grauen Kapuzen-Pullover und einen neon-grünen Bauarbeiter-Helm getragen.

New York: Mann feuert insgesamt 33 Schüsse ab

Der Mann habe sich zudem eine Art Gasmaske übergezogen, zwei Kanister geöffnet, aus denen Rauch oder Nebel strömte, und dann das Feuer eröffnet. Insgesamt habe er 33 Mal geschossen. Es sei großes Glück, dass nicht noch Schlimmeres passiert sei, betonte Sewell. Laut Polizei feuerte der Mann mit einer Glock 17-Millimeter-Pistole insgesamt 33 Schüsse ab. Am Tatort fanden Ermittler zudem weitere Pistolen-Magazine und eine Axt.

Der Mann konnte fliehen – wie ihm das gelang und auch sein Motiv waren nach Polizeiangaben zunächst noch völlig unklar. Als terroristischer Akt werde der Vorfall derzeit allerdings nicht untersucht. Laut Sewell hatte der Gesuchte vor der Tat mehrere Videos auf Youtube veröffentlicht, in denen er lange und teilweise aggressive politische Tiraden von sich gibt und New Yorks Bürgermeister Eric Adams kritisiert.

Zahl der Verletzten nach Schüssen in New Yorker U-Bahn gestiegen

Update von Mittwoch, 13.04.2022, 07.20 Uhr: Nach Schüssen in der New Yorker U-Bahn ist die Zahl der Verletzten auf mindestens 23 gestiegen. „Zehn Menschen wurden durch Schüsse verletzt und weitere 13 wurden entweder verletzt, als sie aus dem Bahnhof eilten, oder sie erlitten eine Rauchvergiftung“, sagte Polizeichefin Keechant Sewell bei einer Pressekonferenz am Dienstagabend. Keiner von ihnen befinde sich aber in Lebensgefahr. Zuvor hatte die Polizei von mindestens 16 Verletzten gesprochen.

Der Verdächtige habe in dem Waggon zunächst Rauchgranaten eingesetzt, sagte James Essig von der New Yorker Polizei. Er habe dann mindestens 33 Mal mit einer Handfeuerwaffe geschossen und zehn Menschen getroffen. „Der Mann floh dann vom Tatort, und die Ermittler versuchen derzeit, seinen Aufenthaltsort zu ermitteln“, so Essig. Am Tatort wurden Polizeichefin Sewell zufolge eine halbautomatische Handfeuerwaffe, mehrere Magazine und eine kleine Axt gefunden. Außerdem sei eine Flüssigkeit sichergestellt worden, bei der es sich mutmaßlich um Benzin handele sowie ein Beutel mit Feuerwerkskörpern.

Mehrere Menschen in New Yorker U-Bahn angeschossen: Polizei sucht nach Verdächtigen

Erstmeldung von Dienstag, 12.04.2022: New York – Bei Schüssen in einer U-Bahn-Station in New York sind mehrere Menschen verletzt worden. Eine Polizeisprecherin bestätigte am Dienstag (12.04.2022) gegenüber der Nachrichtenagentur AFP, dass ein Notruf eingegangen sei. Inmitten des starken Pendel-Verkehrs am Morgen seien Schüsse gefallen. Nach Angaben der Feuerwehr wurden insgesamt 16 Menschen verletzt, laut US-Medien fünf von ihnen durch Schüsse

Möglicherweise sei eine Rauchbombe in der U-Bahn-Station gezündet worden, berichtet die Zeitung weiter. Außerdem sollen „mehrere nicht gezündete Sprengsätze“ gefunden worden sein. Die Polizei in New York erklärte diesbezüglich auf Twitter: „Im Zusammenhang mit den Schüssen auf mehrere Personen in der U-Bahn-Station 36th Street in Brooklyn gibt es zur Zeit keine aktiven Sprengsätze.“

New York: Schüsse in U-Bahn – 16 Verletzte gemeldet

Laut New York Times gebe es bereits einen Verdächtigen. Ein Mann, mutmaßlich mit Bauarbeiter-Weste und mit Gasmaske bekleidet, soll vom Tatort geflohen sein. Die Polizei fahndet aktuell nach ihm. Der Vorfall ereignete sich im New Yorker Stadtteil Brooklyn. Die Polizei rief die Bevölkerung via Twitter dazu auf, die Gegend zu meiden. Zeuginnen und Zeugen wurden aufgerufen, sich bei den Polizeikräften zu melden.

EIn Sprecher des Bildungsministeriums erklärte gegenüber der New York Times, dass Schulen im Bereich des Tatorts in Alarmbereitschaft versetzt worden seien. Das beinhaltet unter anderem, dass die Türen nicht für Außenstehende oder Besucher geöffnet werden. Die Behörden gehen nicht von einem terroristischen Hintergrund aus.  Es würden derzeit keine Ermittlungen wegen eines „Terrorakts“ laufen, sagte New Yorks Polizeichefin Keechant Sewell  (slo/AFP)

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