Nici Kutter mit 15 Jahren (l.) und heute. Der Kampf geht weiter.
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Nici Kutter mit 15 Jahren (l.) und heute. Der Kampf geht weiter.

Gibt es noch ein Wunder?

Nici kämpft sieben Jahre gegen Leukämie - sein Schicksal bewegt von Bayern bis in die USA

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Nici aus Schliersee kämpft seit sieben Jahren gegen Leukämie - und überlebt. Sein Schicksal bewegt seitdem Menschen weit über Bayern hinaus. Jetzt geht es um alles.

Schliersee - Nici will leben. Den Entschluss fasste der Bub aus Schliersee in Oberbayern vor sieben Jahren, als er zum ersten Mal die tödliche Diagnose erhielt: eine besonders schwere Form der Leukämie. Seitdem kämpft Nicolas Kutter (heute 19) gegen den Krebs. Mit 15 hatte Nici schon Behandlungen hinter sich, an denen ganz andere längst gescheitert wären.

Chemotherapie, Ganzkörperbestrahlung, zwei Knochenmarkstransplantationen. Infektionen ließen seine Haut abblättern. Seine Bauchspeicheldrüse musste operiert werden. Für Eltern, Angehörige, selbst für die behandelnden Ärzte eine Tortur, eine Folter, das mit anzusehen. Nici selbst biss sich durch. „Ich will leben.“ Merkur.de* berichtet seitdem über seinen Kampf.

Als alles schon vorbei schien, rettete ihn ein teures, experimentelles Medikament aus den USA das Leben - für kurze Zeit. Seine Mitschüler am Gymnasium Tegernsee, der ganze Landkreis Miesbach, die ganze Region sammelte für Nici, damit die Eltern seine Behandlung finanzieren konnten. 

Nici aus Schliersee kämpft weiter gegen den Krebs - sein Glaube hilft ihm dabei

Von Schliersee reiste Nici nach Seattle. Dort wurden ihm manipulierte, ebenfalls experimentelle T-Zellen gespritzt. Sie sollten die Krebszellen in seinem Blut auffressen. Das taten sie. Eine Zeit lang galt Nici als geheilt. Dann kam der Krebs zurück. 

Mit Rückfällen kennt sich Nici aus. Sie entmutigen nicht, im Gegenteil. Nici nimmt seine Kraft auch vom Glauben an Gott: „Er zeigt mir den Weg.“ 

Heute, mit 19 Jahren, liegt Nici wieder auf einem Krankenbett. Der Krebs ist wieder da. Und wieder gibt es wenig, aber ein bisschen Hoffnung. Neue, verbesserte „CAR-T-Zellen“ sollen ihn retten. Die Tortur wird wieder Monate in Anspruch nehmen. Aber Nici ist vorbereitet.

Der krebskranke Nici aus Schliersee glaubt fest an ein siebtes Wunder, das ihn retten wird.

kmm

*Merkur.de ist Teil des bundesweiten Ippen-Digital-Redaktionsnetzwerks.

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