Nico kam durch ein tragisches Unglück ums Leben

Nico (7): Es war ein tragisches Unglück

Osnabrück - Im Fall des tot in einem Klärbecken gefundenen siebenjährigen Nico aus Bramsche gehen die Ermittler von einem “tragischen Unfall“ aus. Die Hintergründe:

Oberstaatsanwalt Alexander Retemeyer sagte am Freitag in Osnabrück, der Junge sei “mit Sicherheit ertrunken“. Bei der Obduktion der Leiche am Donnerstag seien “keinerlei Gewaltzeichen“ am Körper festgestellt worden. Der Junge war einen Tag nach seinem Verschwinden am Mittwochvormittag in einer Kläranlage auf dem Hof seiner Pflegeeltern gefunden worden. Die Ermittler müssen nun aufklären, wie der Junge in die Grube gelangt ist. Sie gehen zwar davon aus, dass der Siebenjährige den Eisendeckel zur Kläranlage selbstständig öffnen konnte.

Allerdings sei der Schacht zu der Grube beim Eintreffen der Einsatzkräfte verschlossen gewesen. Die Ermittler gehen nun der Frage nach, ob der Deckel möglicherweise von alleine zufiel, oder ob jemand die offen stehende Grube aus Sicherheitsgründen verschlossen hat, nachdem der Junge unbemerkt hineingefallen war. Oberstaatsanwalt Retemeyer sagte, dass gegen die Pflegeeltern, bei denen der entwicklungsverzögerte Junge seit knapp drei Monaten lebte, derzeit keine strafrechtlichen Vorwürfe erhoben würden.

Es sei jedoch zu klären, ob Fahrlässigkeit bei seinem Tod eine Rolle gespielt habe. Polizei und Feuerwehr hatten an zwei Tagen mit rund 200 Einsatzkräften nach dem vermissten Kind gesucht. Laut Polizei war der Siebenjährige in einem unbeobachteten Moment spurlos verschwunden. Zuletzt war er mit seiner Pflegemutter auf dem Grundstück unterwegs gewesen.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht
In dem kleinen Ort in Brandenburg herrschte Entsetzen, als bekannt wurde, dass ein junger Mann auf seiner Flucht zwei Polizisten überfuhr. Er soll zuvor seine Großmutter …
Großmutter und Polizisten getötet: 25-Jähriger vor Gericht
Portugal ruft nach Waldbränden dreitägige Staatstrauer aus
Lissabon (dpa) - In Portugal hat heute eine dreitägige Staatstrauer für die Opfer der Waldbrände begonnen. Der portugiesische Regierungschef António Luís Santos da Costa …
Portugal ruft nach Waldbränden dreitägige Staatstrauer aus
15 Frauen vertrauten ihm ihren Körper an - nun teilen sie ein trauriges Schicksal
Sie suchten eine Schönheitsklinik auf - mit dem Wunsch sich endlich schön zu finden. Was dieser Arzt aus Omaha ihnen angetan haben soll, ist einfach nur schockierend.
15 Frauen vertrauten ihm ihren Körper an - nun teilen sie ein trauriges Schicksal
Sturm "Ophelia" zieht weiter nach Schottland
In Irland kostete "Ophelia" mindestens drei Menschen das Leben. Es herrschte Chaos, Tausende hatten keinen Strom. Am Dienstag soll sich dort die Lage normalisieren. Der …
Sturm "Ophelia" zieht weiter nach Schottland

Kommentare