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Niederlage für Belgien: Krawalle in Brüssel nach WM-Spiel

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Von: Stefanie Fischhaber

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Krawalle in Brüssel: ein E-Scooter liegt in einem Feuer auf einer Straße in der Innenstadt.
Nach der WM-Niederlage gegen Marokko kam es in der belgischen Hauptstadt Brüssel zu Krawallen. © Nicolas Maeterlinck/dpa

Nach der Niederlage Belgiens im WM-Spiel gegen Marokko kam es in der Hauptstadt Brüssel zu Ausschreitungen von Fußballfans.

Brüssel - Nach der bitteren WM-Pleite der belgischen Fußball-Nationalmannschaft gegen Marokko ist es in der Hauptstadt Brüssel zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Der Polizei zufolge wurde die Stadtmobiliar zerstört und Beamte mit Gegenständen beworfen. Rund hundert Polizisten waren im Einsatz.

Fußballfans randalieren in Brüssel: 100 Polizisten im Einsatz

„Einige Dutzend Personen“ verwüsteten den Polizeiangaben zufolge am Sonntagnachmittag nach der 0:2 Niederlage Belgiens Teile der Innenstadt und attackierten die Sicherheitskräfte. Bereits vor dem Abpfiff der Partie sollen die Gewalttäter die Konfrontation mit den Ordnungskräften gesucht haben. Dadurch sei „die öffentliche Sicherheit gefährdet“ worden. „Wir wollen nur feiern, aber die Polizei lässt uns nicht und das führt zu Spannungen“, zitierte die Tageszeitung De Standaard den 24-jährigen Marokko-Fan Mohammed.

Ein Journalist sei durch einen Feuerwerkskörper im Gesicht verletzt worden, daraufhin setzte die Polizei Wasserwerfer und Tränengas ein, wurde mitgeteilt. Neben Pyrotechnik verwendeten einige der zum Teil mit Stöcken bewaffneten Täter Wurfgeschosse. Andere setzten eine Straße in Brand und zerstörten eine Ampel. Rund 100 Polizisten mit Wasserwerfern mussten gegen Fans vorgehen, berichtete die Nachrichtenagentur Belga am Sonntagnachmittag. 

Ausschreitungen in Brüssel nach WM-Spiel: Bürger sollen Teile der Stadt meiden

Die Polizei forderte die Bevölkerung auf, bestimmte Teile des Stadtzentrums zu meiden. Einige U-Bahn-Stationen und Straßen wurden gesperrt, um Menschenansammlungen zu vermeiden. „Die Polizei hat bereits energisch eingegriffen. Ich rate daher allen Fans davon ab, in das Stadtzentrum zu kommen“, schrieb Brüssels Bürgermeister Philippe Close auf Twitter. Er habe angewiesen, Unruhestifter festzunehmen. Auf Verlangen der Polizei wurde der Nahverkehr in Brüssel teilweise eingestellt, wie der örtliche Verkehrsbetrieb ebenfalls auf Twitter mitteilte.

Dem belgischen Nationalteam um den Ex-Bundesliga-Star Kevin De Bruyne droht nach der überraschenden Niederlage das Vorrundenaus. Am Donnerstag wartet mit Vize-Weltmeister Kroatien der vermeintlich stärkste Gegner. (dpa/sf)

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