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Die Felder des am stärksten von Erdbeben betroffenen Gasfördergebiets Groningen sollen sofort geschlossen werden. Foto: Peter Dejong

Versorgungsengpässe befürchtet

Niederlande sollen wegen Erdbebengefahr Gasförderung senken

Groningen wird seit Jahren von zahlreichen Erdbeben erschüttert, meist von geringer Stärke. Tausende von Häusern waren dadurch bereits schwer beschädigt worden. Nun soll die jährliche Fördermenge an Gas gesenkt werden.

Den Haag (dpa) - Um die Sicherheit der Bürger zu garantieren, müssen die Niederlande dem Gutachten einer Aufsichtsbehörde zufolge die Förderung von Erdgas um fast die Hälfte verringern.

Statt bisher 21,6 Milliarden Kubikmeter sollen noch höchstens 12 Milliarden Kubikmeter Erdgas pro Jahr gewonnen werden, heißt es in dem Gutachten der staatlichen Behörde für Minen. Außerdem sollten die Felder des am stärksten von Erdbeben betroffenen Gasfördergebiets Groningen sofort geschlossen werden.

Anlass für das Gutachten ist die große Zahl von Erdbeben in dieser Region. In der nördlichen Provinz nahe der deutschen Grenze hatte es Anfang Januar erneut ein Erdbeben der Stärke 3,4 gegeben. Dabei waren Tausende Häuser beschädigt worden. Die Niederlande sind einer der größten Erdgasproduzenten Europas.

Wirtschaftsminister Eric Wiebes hatte bereits angekündigt, die Fördermenge zu verringern. Allerdings seien die Niederlande an Exportverpflichtungen gebunden. Ein großer Teil des Erdgases wird in die EU verkauft, unter anderem nach Deutschland. "Die Sicherheit der Groninger steht für mich nicht zur Debatte", sagte der Minister. "Aber gleichzeitig können wir nicht einfach so bei jedem das Gas abdrehen."

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