Genaue Hintergründe noch unklar

Zwei Tote bei Familiendrama in Niedersachsen

Asendorf - Zunächst sah es wie ein Zimmerbrand aus. Doch in dem Einfamilienhaus machten die Feuerwehrleute eine grausige Entdeckung.

Die Einsatzkräfte werden wegen eines Feuers gerufen und finden zwei Leichen: Bei einem Familiendrama in Niedersachsen sind eine Mutter und ihr erwachsener Sohn ums Leben gekommen. Was genau sich am Sonntagabend in dem Einfamilienhaus in der kleinen Gemeinde Asendorf abspielte, sei aber noch nicht klar, sagte ein Polizeisprecher am Montag. Der Familienvater stand verletzt vor dem Haus, als die Rettungskräfte eintrafen, um einen Zimmerbrand zu löschen. Der Mann kam ins Krankenhaus. Zu seinen Verletzungen machte die Polizei keine weiteren Angaben.

Was sich in dem Haus in der rund 3000 Einwohner zählenden Gemeinde ereignete, liegt noch im Dunkeln. „Noch ist unklar, ob der Brand die Ursache für den Tod der beiden Menschen war oder Streitigkeiten, die wir noch nicht kennen“, sagte Polizeisprecher Thomas Gissing in Diepholz.

Eine Obduktion soll diese Fragen nun klären. Hatten Mutter und Sohn Verletzungen, wo wurden sie gefunden? Polizei und Staatsanwaltschaft Verden machten am Montagnachmittag keine weiteren Angaben zu dem Leichenfund und zu weiteren Details. Offen war zudem, ob der verletzte Familienvater bereits vernommen werden konnte.

Der Vater hat seit 15 Jahren einen Metallbaubetrieb, der direkt an das Wohnhaus angrenzt, sagte Bürgermeister Heinfried Kabbert. Man kenne die Familie in der kleinen Gemeinde, sie sei aber nie auffällig gewesen. Das Unternehmen liegt mitten im Ortskern.

Erst vor einer Woche hatte eine Bluttat die Gemeinde erschüttert: Bei einem Streit unter drei Männern wurde einer von ihnen getötet, ein zweiter lebensgefährlich verletzt. Ein 33 Jahre alter Besucher aus einem Nachbardorf hatte die beiden Brüder aus unbekannten Gründen attackiert. Ein 82-Jähriger erlag schließlich seinen Verletzungen, sein 62-jähriger Bruder schwebte nach dem Streit zunächst in Lebensgefahr.

dpa

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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