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Vor allem auf dem Mittelrhein wird das Wasser knapp. Foto: Fredrik von Erichsen/Archiv

Pegel des Rheins sinkt immer weiter

Immer weniger Wasser unter der Fracht: Das Niedrigwasser macht den Binnenschiffern zunehmend zu schaffen. Ein Ende der Trockenheit ist nicht Sicht.

Bingen (dpa) - Das Niedrigwasser des Rheins beeinträchtigt die Schifffahrt immer mehr. "Die Schiffe können bei uns nur noch die Hälfte oder ein Drittel laden", sagte der stellvertretende Leiter des Wasser- und Schifffahrtsamtes Bingen, Florian Krekel, der Deutschen Presse-Agentur.

"In den nächsten zehn Tagen wird es wohl weiter runtergehen", ergänzte er mit Blick auf die stabile Hochdrucklage. "Falls es kalt wird und schneit, sind die Niederschläge gebunden, dann geht es erst noch weiter bergab."

Dem Deutschen Wetterdienst (DWD) in Offenbach zufolge könnten bei anhaltender Trockenheit demnächst neue Negativrekorde bei Flusspegeln in Deutschland fallen. Der Oktober habe sich im Jahresvergleich als neunter Monat in Folge in einem zu trockenen Gewand präsentiert. Auch die Elbe und vor allem die Donau zeigten niedrige Wasserstände.

Der Geschäftsführer des Bundesverbands der Deutschen Binnenschifffahrt in Duisburg, Jörg Rusche, sagte, mit dem sogenannten Kleinwasserzuschlag glichen Kunden die Mehrkosten der Frachtunternehmen teils aus. In vielen Fällen gebe es aber wirtschaftliche Beeinträchtigungen. "Wir müssen mehr Schiffe und mehr Besatzungen vorhalten", sagte Rusche.

Am Nieder- und Oberrhein sei die Fahrrinne allerdings tiefer als am Mittelrhein im Rheinischen Schiefergebirge. Daher könnten die Schiffe dort noch etwas mehr laden als bei Bingen. Trotz Niedrigwasser würden sich aber nicht mehr Frachter auf dem Rheingrund festfahren: "Wir haben keine signifikante Zunahme von Unfällen." Grund seien die gute Ausbildung der Besatzung und die moderne technische Ausrüstung.

Wasserstände Rhein

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Fahrrinnentiefe Rhein

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