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Obabiyi Aishah Ajibola (19) aus Nigeria dankte unter Tränen Allah für den Titelals erste Miss Muslim World.

Auf Knien dankte sie Allah für den Sieg

Nigerianerin ist schönste Muslima der Welt

Jakarta - Sie ist schön und tief gläubig: Die 21-jährige Nigerianerin Obabiyi Aishah Ajibola ist die erste "Miss Muslim World". Ihre Reaktion auf den Gewinn des Schönheitswettbewerbs: Tränen und ein Gebet. 

Ajibola setzte sich bei dem internationalen Schönheitswettbewerb für muslimische Frauen am Mittwochabend in der indonesischen Hauptstadt Jakarta gegen 19 Mitbewerberinnen durch. Der Wettbewerb ist nach Angaben der Organisatorin Eka Shanti als "islamische Antwort" auf die Wahl zur "Miss World" gedacht, deren Finalrunde ebenfalls in Indonesien ausgetragen wird.

Überwältigt von ihrem Sieg kniete die frisch gekürte Schönheitskönigin nieder, um zu beten. Schluchzend zitierte sie Koranverse und dankte Allah. Neben einem Preisgeld von umgerechnet etwa 1600 Euro darf sich Ajibola über Reisen nach Mekka und Indien freuen.

Miss Muslim World 2013 - Bilder vom Schönheitswettbewerb

Muslimah World 2013 - Bilder vom Schönheitswettbewerb

Die 20 Frauen aus Indonesien, dem Iran, Bangladesch, Brunei, Malaysia und Nigeria zeigten sich mit Stöckelschuhen, Kopftuch und langem Gewand auf dem Laufsteg. Zudem mussten sie die strenge Jury von ihren Korankenntnissen überzeugen. Für das Finale mussten sie sich drei Tage lang auch spirituell vorbereiten, dafür mussten sie jeden Morgen um 03.30 Uhr aufstehen und sich pünktlich zum Gebet einfinden.

Organisatorin Shanti will nach eigener Aussage alternative Frauenbilder für Musliminnen präsentieren. Die mehr als 500 Bewerberinnen mussten sich auch auf ihre religiöse Standfestigkeit prüfen lassen - unter anderem mussten sie erklären, warum sie den Hidschab tragen. Ohne die islamische Verhüllung wurden sie erst gar nicht zugelassen.

Der Wettbewerbsgedanke stehe auch für sie nicht im Vordergrund, sagte Gewinnerin Ajibola der AFP. "Wir wollen zeigen, dass eine Muslimin talentiert und schön sein kann, und die islamische Frauenbekleidung sie an nichts hindert".

"Das hier ist etwas ganz Anderes als die 'Miss-World-Wahl'", sagte die 21-Jährige. "Dort mögen es die Frauen, ihre Figur zu zeigen, alles dreht sich um ihre körperliche Attraktivität". Bei der Gegenveranstaltung dagegen gehe es vor allem um die "innere Schönheit, um Menschlichkeit, Intelligenz" und die Botschaft, die jede Bewerberin der Welt mitgeben wolle.

Die Kür zur "Miss World" hatte heftige Proteste in dem vornehmlich muslimisch geprägten Indonesien ausgelöst. Tausende Demonstranten gingen in den vergangenen Wochen auf die Straße, um gegen den Wettbewerb zu protestieren, den sie als "Pornografie" ablehnen.

Auch der Verzicht auf die traditionelle Bikini-Runde konnte die Kritiker nicht besänftigen. Schließlich wurde die "Miss World"-Wahl auf die Urlaubsinsel Bali verlegt, die mehrheitlich von Hindus bewohnt wird. Das Finale soll allerdings Ende September nahe Jakarta ausgetragen werden. Die Botschaften mehrerer westlicher Länder warnten vor Anschlägen militanter Islamisten.

afp

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