Täter schlugen in der Nacht zu 

Angreifer verschleppen viele Mädchen aus Schule

Abuja  - Bewaffnete Männer haben im Norden Nigerias zahlreiche Schülerinnen entführt. Es wird vermutet, dass eine radikalislamische Sekte für die Tat verantvortlich ist.

Die Täter waren offenbar in der Nacht zum Dienstag mit einem Lastwagen vor die Schule in dem Ort Chibok im Bundesstaat Borno gefahren und hatten den Mädchen befohlen, mitzukommen. Die Schülerinnen lebten auf dem Gelände. Der Polizeichef der Stadt Maiduguri, Gideon Jibrin, bestätigte der Nachrichtenagentur dpa die Entführungen, wollte aber keine genaue Zahl nennen.

Zeugen sagten der dpa, es seien 100 Schülerinnen verschleppt worden. Zahlreichen Mädchen sei es noch gelungen, von dem Laster zu springen. Die BBC zitierte Quellen, die von 200 entführten Schülerinnen sprachen. Die Angreifer machten offenbar das ganze Dorf dem Erdboden gleich.

Die Hintergründe der Tat waren zunächst unklar. Jedoch gilt es als wahrscheinlich, dass auch für diese Tat die radikalislamische Sekte Boko Haram verantwortlich ist. Sie hatte in den vergangenen Monaten speziell in der Region Borno zahlreiche Anschläge verübt. Auf ihr Konto soll auch der verheerende Anschlag auf einen Busbahnhof in der Hauptstadt Abuja am Montag gehen. Die Gruppe will in Nordnigeria einen Gottesstaat einrichten.

dpa

Rubriklistenbild: © AFP

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Der Junge auf der Kinderschokolade: So sexy sieht er heute aus
Jeder kennt sein Gesicht - und irgendwie auch nicht. Denn aus dem kleinen Jungen auf der Kinderschokoladen-Verpackung ist ein heißer Kerl geworden!
Der Junge auf der Kinderschokolade: So sexy sieht er heute aus
Prozess um Hagener Unfall: Angeklagter bestreitet Rennen
Zwei Autos rasen durch Hagen, es kommt zu einem folgenschweren Unfall. Haben sich die beiden Fahrer ein illegales Rennen geliefert? Einer der Angeklagten bestreitet …
Prozess um Hagener Unfall: Angeklagter bestreitet Rennen
Gebastelte USB-Ladestation löst Sprengstoff-Verdacht aus
Die Polizei wird in Berlin gerufen, weil ein Auto auf einer Busspur parkt. Als die Beamten hineinschauen, entdecken sie Kabel und einen Benzinkanister. Aufwendige …
Gebastelte USB-Ladestation löst Sprengstoff-Verdacht aus
Tote bei Massenpanik in Honduras
Das Stadion war schon voll, aber von draußen drängten immer noch Fußballfans hinein. Für einige endete das Chaos am Nationalstadion von Honduras tödlich.
Tote bei Massenpanik in Honduras

Kommentare