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Eine rätselhafte Hundekrankheit ist in Norwegen ausgebrochen.

Mehr als 25 Todesfälle in Norwegen

Mysteriöse Hundekrankheit ausgebrochen - Offenbar erster Fall in Deutschland aufgetreten

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In Norwegen ist möglicherweise eine tödliche Hundekrankheit ausgebrochen. Die Anzahl der Infizierten steigt rasant an. Auch in Deutschland gibt es nun offenbar einen Fall.

Update vom 14. September 2019: Vor wenigen Tagen hatten wir bereits über die mysteriöse Hundekrankheit berichtet, die in Norwegen ausgebrochen ist. Wie das Redaktionsnetzwerk Deutschland unter Berufung auf die Lübecker Nachrichten meldet, wurden nun auch bei einem verendeten Tier aus Bad Oldesloe in Schleswig-Holstein unter anderem „Providencia alcalifaciens“ gefunden, die Bakteriengattung, die möglicherweise Erbrechen und blutigen Durchfall bei mehreren Hunden in Skandinavien ausgelöst haben soll.

Die Hunde-Besitzerin habe angegeben, dass sie weder Urlaub in Norwegen gemacht, noch direkten Besuch aus der Region gehabt habe.

Mysteriöse Hundekrankheit ausgebrochen - Behörde dementiert Gerüchte 

News vom 12. September 2019: Das norwegische Veterinäramt hat jetzt Fragebogen an die Tierkliniken verteilt, um detaillierte Informationen zu sammeln. Pressechef Asle Haukaas sagte der Zeitung Verdens Gang, man hoffe in den kommenden Tagen auf Antworten. „Bislang können wir jedoch nicht garantieren, dass wir jemals die Ursache für diese Krankheit finden werden."

Bislang habe man keine Gemeinsamkeit zwischen den gestorbenen Tieren entdeckt, die Behörde widersprach auch Gerüchten, dass eine Futtersorte Ursache für das Hundesterben sei. 

Mysteriöse Hundekrankheit ausgebrochen - Zahl der Fälle steigt drastisch an 

News vom 10. September 2019, 12.49 Uhr: Noch immer herrscht Unklarheit über die mysteriöse Infektion in Norwegen, doch nun erhöht sich die Anzahl der Todesopfer auf 25 Hunde. „Sie zeigen dieselben Symptome, aber wir wissen nicht, ob sie an derselben Krankheit gestorben sind“, erklärte Asle Haukaas vom Veterinärinstitut in Oslo am Dienstag. Obwohl mit Hochdruck nach der Ursache gesucht werde, herrsche bislang noch immer Unklarheit. 

Die meisten Vorfälle habe es demnach rund um Oslo gegeben, doch erkrankte Hunde seien auch aus anderen Regionen gemeldet worden. Asle Haukaas gehe demnach davon aus, dass bereits über 100 Hunde erkrankt seien. 

Alle Hundebesitzer sollen versuchen zu vermeiden, dass ihr Vierbeiner mit anderen Hunden in Kontakt kommen. Zahlreiche Veranstaltungen mit Hunden wurden abgesagt.

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Norwegen: Mysteriöse Hundekrankheit ausgebrochen - Bakterium der Auslöser?

Update vom 9. September 2019, 17.53 Uhr: Immer noch gibt die mysteriöse Hundekrankheit in Norwegen Rätsel auf. In den vergangenen Tage sind bereits mehr als 20 Tiere an ihr verstorben; meist hatten die Vierbeiner unter schwerem Durchfall und Erbrechen gelitten. Doch bislang konnte die Ursache der Infektion noch nicht geklärt werden. Nun aber wird vermutet, ein bestimmtes Bakterium könnte im Zusammenhang mit dem Ausbruch der mysteriösen Erkrankung stehen, wie der Stern unter Berufung auf norwegische Medien berichtet. 

Mysteriöse Hundekrankheit in Norwegen: Bakterium dahinter vermutet

Mehr als 40 Fälle der rätselhaften Hundekrankheit wurden in Norwegen bereits gemeldet. Alarmierende Zahlen für Jorun Jarp vom Veterinärinstitut, die besorgt ist, auch eigentlich gesunde und geimpfte Hunde könnten sich anstecken.

 „Wir wissen derzeit, dass es ein häufiges Muster mit sehr blutigen Darmentzündungen gibt“, fasst Jarp den bisherigen Erkenntnisstand zusammen. Bei drei Hunden habe man bereits zwei Bakterien namens Clostridium perfringens und Providencia alcalifaciens nachweisen können. Einer der beiden Erreger soll auch in der Lage sein, Giftstoffe zu produzieren. Ob die Bakterien aber tatsächlich die Ursache des Ausbruchs sind, sei noch nicht abschließend geklärt. 

Norwegische Hundekrankheit: Autopsie liefert keine endgültigen Ergebnisse

Zwar wurden an vier der toten Tiere Autopsien durchgeführt, doch die hätten noch keine endgültigen Ergebnisse geliefert. „Diese Hunde haben gemeinsam, dass sie einen schweren Krankheitsverlauf mit blutigem Durchfall und Erbrechen hatten“, erklärt Hannah Joan Jørgensen, Abteilungsleiterin im Veterinärinstitut. Dem hätten die abnormalen Befunde im Darm der Tiere entsprochen. 

Dennoch ist es laut Ole-Herman Tronerud von der Behörde für Lebensmittelsicherheit noch zu früh, zu sagen, ob die jüngsten Fälle miteinander verknüpft werden könnten: „Für jeden Hund ist das sehr ernst“, räumte er ein, dennoch wisse man noch nicht, „ob dies ansteckend ist oder nur eine Reihe von Einzelfällen.“

Bakterien bislang einziger Anhaltspunkt

Die beiden gefundenen Bakterien seien bislang der einzige Ansatz, der mit den erkrankten Hunden in Verbindung gebracht werden könne, so Tronerud weiter. Abschließend könnten die Tierärzte könnten aber nichts Sicheres über den Grund der Erkrankung sagen.

Mysteriöse Hundererkrankungen in Norwegen: Auch Behörde für Lebensmittelsicherheit eingeschaltet

Unterdessen untersucht auch die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit, woran der Ausbruch der mysteriösen Hundekrankheit liegen könnte. So bestätigte deren Abteilungsleiterin Ann Margaret Grøndahl, es werde zunächst nichts ausgeschlossen: „Wir schauen uns genauer an, ob es sich um Infektionen, Vergiftungen, Bakterien oder Viren handeln kann.“ 

Bislang habe man noch keine Anhaltspunkte gefunden, die darauf hindeuten, dass die Hunde vergiftet worden seien. Genauso wenig glaubt man, der Ausbruch könne auf Inhaltsstoffe im Hundefutter zurückgeführt werden. 

Weiter hieß es, es habe auch in Dänemark, den USA und möglicherweise auch in England „ähnliche Episoden“ gegeben, doch auch dort habe man keinen eindeutigen Zusammenhang feststellen können. 

Magen-Darm-Infektion Grund für mysteriöse Todesfälle unter norwegischen Hunden?

Dagegen vermutet die Tierklinik Süd im südnorwegischen Arendal den Grund der Hundekrankheit auf den Ausbruch einer hämorrhagischen Gastroenteritis oder einer blutenden Magen-Darm-Infektion zurückführen zu können. "Leider gibt es nur wenig Wissen darüber, was diesen Zustand verursacht, aber dies ist etwas, was wir zumindest hier in der Klinik regelmäßig sehen", erklärten die Veterinäre. Auch sie halten eine Beteiligung des Bakteriums Clostridium perfringens für sehr wahrscheinlich. Ob dies aber zugleich der tatsächliche Auslöser der Krankheit ist, sei unklar. 

Norwegen: Entwarnung für den Menschen nach rätselhafter Hundekrankheit

Doch auch wenn norwegische Hundehalter große Angst um ihre geliebten Vierbeiner haben dürften, um ihre eigene Gesundheit müssen sie sich angeblich nicht sorgen. So gibt es zumindest für den Menschen Entwarnung, denn für ihn soll die Krankheit nicht ansteckend sein.

Unter Hundehaltern geht Angst um: Mysteriöse Hundekrankheit ausgebrochen - Behörden warnen

Update vom 8. September 2019: Besorgte Hundebesitzer in Schweden befürchten, dass sich die Krankheit über die Grenze ausbreiten könnte, wie schwedische Medien berichten. Derzeit gebe es jedoch keine Hinweise auf einen infektiösen Ausbruch oder ein Risiko für Hunde in Schweden.

Mysteriöse Hundekrankheit ausgebrochen - Behörden warnen eindringlich

News vom 7. September 2019: Oslo - In Norwegen geht unter Hundehaltern die Angst um: In den vergangenen Wochen häuften sich dort ungeklärte Krankheitsfälle. Wie die norwegische Behörde für Lebensmittelsicherheit auf ihrer Internetseite mitteilt, hätten sich bei Tierärzten Besuche mit Hunden gehäuft, die an schwerem Durchfall litten und erbrachen. Über 20 Hunde seien bereits gestorben. Insgesamt sollen bis zu 40 Erkrankungsfälle bislang aufgetreten seien.

Die Ursache sei noch nicht bekannt. Man empfehle Hundebesitzern, engen Kontakt zwischen den Tieren einzuschränken und sie an der Leine zu führen. Hier die offizielle Mitteilung der Behörde.

Die meisten Hunde sollen rund um Oslo erkrankt sein, es seien aber auch Fälle aus Tynset, Tønsberg, Hamar, Moss, Hønefoss und Lørenskog bekannt

Rätselhafte Hundekrankheit in Norwegen: Ursache ist noch völlig unklar 

Auch die Autopsie der betroffenen Hunde habe noch keine Erkenntnis über die Krankheit gebracht. Es werde weiter nach möglichen Ursachen wie Viren, Bakterien, Pilzen und Parasiten geforscht. 

Gewarnt wird seitens der Behörde auch vor Hundeveranstaltungen. „Die Empfehlung, engen Kontakt mit anderen Hunden zu vermeiden, bedeutet, dass Hundebesitzer unabhängig beurteilen sollten, ob sie an Dressurkursen, Ausstellungen, Jagdversuchen und dergleichen teilnehmen, bis diese Angelegenheit geklärt ist oder neue Informationen vorliegen“, so die Behörde.

Deutscher Hundeverband warnt: Bitte schleppt Erkrankung nicht nach Deutschland ein

Der Verband Deutscher Schlittenhundesport Vereine spricht wegen der schweren Durchfallerkrankungen eine Reisewarnung aus: „Wir warnen eindringlich davor, im Moment mit Hunden nach Norwegen zu reisen oder Hunde aus Norwegen nach Deutschland zu verbringen. Es grassiert zurzeit eine sehr schwere Durchfallerkrankung bei Hunden, die mit blutigem Durchfall und blutigem Erbrechen einhergeht und aufgrund dessen bereits Hunde verstorben sind. (...) Bitte seht momentan von Reisen nach Norwegen ab und helft mit, die Erkrankung nicht nach Deutschland einzuschleppen.“

es

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Kommentare

kempeAntwort
(2)(0)

Es gibt Lebewesen, Fibs, die sind nunmal dreckig, und andere sind es nicht. Eine Spinne etwa ist nicht dreckig, ein Hund schon. Und sowenig, wie ich vom Hundhalter angespuckt werden möchte, sowenig schätze ich es, von seinem Hund beschnüffelt zu werden. Beides ist gleichermaßen widerlich. Der Hund selber kann nichts für seine Natur. Aber die Zahl in Deutschland gehaltener Hunde (und Katzen) ist definitiv zu hoch. Viel zu hoch.

Andreas BaaderAntwort
(1)(0)

Gut, danke

Ich versuche mal zu differenzieren,

Zuerst ein Mensch ist ein Mensch und ein Hund ist und bleibt ein Hund,

In den letzten Jahren beobachtet man, ein Hund reicht nicht, es müssen mindestens zwei sein, drei geht auch
Warum ? ADHS ? Warum keine Kinder , wäre sinnvoller

Ich habe keine Angst vor Hunden, aber der Zirkus darum stört mich sehr und einige meiner Mitmenschen auch( meistens keine Hundehalter )
Gründe: was soll ein Hund in einem Restaurant oder Speiselokal ? wenn man bedenkt dass ein Hund soundsoviel besser riecht wie ein Mensch, dann ist das doch Tierquälerei ihn dorthin mitzunehmen, mich stört ein Hund dort extrem, vor allem wenn er sich dauernd schüttelt oder ständig mich oder andere berühren muss.Eigentlich gehören Hunde dort verboten, alleine aus Hygiene Gründen, Gesetzt muss sein, Verstand reicht nicht.

Neulich haben wir eine Wanderung mit Klettersteig zu einer Berghütte unternommen, dort angekommen, war Hundi schon da, Frauchen hat ihn am Klettersteig in eine Trage genommen, in der Hütte musste er jeden berühren der an ihm vorbeikam, ein Regen nasser Hund, wie schön, wo er geschlafen hat habe ich nicht mitbekommen, aber bestimmt andere Wanderer, was soll das, beim Abstieg außer der Ruhe am Berg ständig sein nerviges Gekläffe.

Deshalb gut so, der Verstand reicht nicht

WunderwuzziAntwort
(0)(0)

Lesen Sie bitte meine Antwort an den Mitkommentator "Andreas Baader".