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Norweger soll sieben Jahre in Haft

Mann mixt Ex-Freundin Abtreibungspillen in Getränk

Oslo - Ein Norweger hat seiner Ex-Freundin heimlich Abtreibungspillen in ihr Getränk gemischt. Dafür soll er sieben Jahre hinter Gitter kommen.

Der Norweger hat damit gegen den Willen seiner Ex-Freundin das Ungeborene getötet. Der geständige Angeklagte habe die Substanzen im Internet bestellt und alles "präzise und zynisch" geplant, sagte Staatsanwältin Kaja Strandfjord am Dienstag laut der Zeitung Adresseavisen. Demnach hatte der Mann zweimal seine 20-jährige Ex-Freundin unwissentlich Abtreibungspillen schlucken lassen.

"Er hat mehrmals versucht, mich zur Abtreibung zu überreden, aber das war keine Option für mich", sagte die Frau laut dem öffentlich-rechtlichen Rundfunksender NRK im westnorwegischen Trondheim aus. Die Anklage lautet auf schwere Körperverletzung sowie Beendigung einer Schwangerschaft ohne Zustimmung der Mutter. In beiden Punkten bekannte sich der Mann schuldig.

Pillen zerstampft und in Smoothie gerührt

Der 25-Jährige sagte aus, er habe eine Woche nach der Nachricht von der Schwangerschaft im Internet zwei Sorten von Abtreibungsmitteln gekauft. Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft hatte der Angeklagte nach einem ersten gescheiterten Versuch die Pillen zerstampft und in einen Smoothie für seine Ex-Freundin gemischt. Vor Gericht erklärte er, er habe sichergehen wollen, dass die Schwangerschaft abgebrochen sei, nachdem er gelesen habe, dass der Fötus möglicherweise bereits Schaden genommen habe.

Arzt der Ex-Freundin kam Norweger auf die Schliche

Der Arzt der jungen Frau hatte Verdacht geschöpft und einen Test vorgenommen, um zu prüfen, wie sie das Baby verloren hatte. Daraufhin benachrichtigte er die Polizei.

Die Verteidigung plädierte auf mildernde Umstände. Dazu gehörten das Geständnis seines Mandanten sowie die Tatsache, dass der 25-Jährige bereits ein Kind aus einer anderen Beziehung habe, sagte Anwalt Tore Angen Adresseavisen. Das Gericht wird sein Urteil vermutlich am kommenden Dienstag fällen.

AFP

Rubriklistenbild: © dpa (Symbolbild)

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