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Symbolbild

Notruf: Doppelmörder will zurück in den Knast

Bratislava - Ein ehemaliger Schwerverbrecher hat in der Slowakei den Polizei-Notruf gewählt, weil er wieder ins heimelig gewordene Gefängnis zurück wollte.

Wie das Nachrichtenportal topky.sk am Donnerstag berichtete, behauptete der Mann, eine Bombe in einem Einkaufszentrum der Stadt Banska Bystrica (dt. Neusohl) deponiert zu haben. Dort fanden die Polizisten jedoch keinen Sprengsatz, aber dafür den Anrufer. Er war sofort geständig und ließ sich festnehmen.

Ins Gefängnis gekommen war der Mann einst vor der Wende 1989/90 wegen Mordes an seiner Ex-Freundin und deren Geliebtem. Während seiner mehr als 20 Jahre im Gefängnis veränderte sich das Leben draußen völlig. Als er freikam, war er statt mit kommunistischer Arbeitsplatzsicherheit plötzlich mit Marktwirtschaft und viel neuer Technik konfrontiert.

Damit kam der Mann nicht klar. Am Donnerstag, drei Monate nach seinem Anruf bei der Polizei, erfüllte ihm das zuständige Bezirksgericht Banska Bystrica seinen Wunsch nach der Rückkehr in den Knast: Für die falsche Bombendrohung erhielt er zwar nur zehn Monate Haft, aber als Draufgabe “versprach“ der Richter, ihm in einem weiteren Verfahren auch seine auf Bewährung erlassenen Gefängnisjahre wieder zuzusprechen.

dpa

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