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Novavax-Hammer zum Fest: Neuer Impfstoff bietet wohl Schutz vor Omikron - WHO-Empfehlung für bestimmte Gruppen

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Von: Marcus Giebel

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In der EU darf nun auch offiziell der von vielen zögerlichen Bürgern herbeigesehnte Impfstoff von Novavax verabreicht werden. Laut dem Hersteller wirkt er auch gegen die Omikron-Variante.

München - Nun sind es also fünf in der EU zugelassene Impfstoffe gegen Covid-19. Für einige Zögerliche dürfte die Aufnahme des Vakzins von Novavax* wie ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk erscheinen. Denn der Wirkstoff ist der erste proteinbasierte und wird häufiger auch als „Totimpfstoff“ bezeichnet*, weil er abgetötete Krankheitserreger enthält, die sich entsprechend nicht mehr vermehren können.

Laut einer Forsa-Umfrage würden sich 56 Prozent der Ungeimpften mit dem Präparat immunisieren lassen. Auch EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen* gab der Hoffnung Ausdruck, die Impfquote könnte dank des Zugangs in neue Höhen schießen: „Möge diese Zulassung all denjenigen, die noch nicht geimpft sind oder noch keine Auffrischungsimpfung erhalten haben, starker Ansporn dafür sein, nun dafür zu sorgen.“

Novavax-Impfstoff: Schutz vor Covid-19 soll bei 90 Prozent liegen

Doch die Frage der Fragen lautet natürlich: Wirkt das Mittel des US-Konzerns, das auf den Namen Nuvaxovid hört, auch ähnlich gut wie die Stoffe von Biontech*, Astrazeneca*, Moderna* und Johnson&Johnson*? Zwei frühe Studien aus den USA* und Mexiko sowie aus Großbritannien* kamen zu dem Ergebnis, dass der Schutz vor schweren Covid-19-Erkrankungen bei rund 90 Prozent liegen sollte. Bekannt war auch bereits, dass die Booster-Impfung mit dem neuen Präparat ihre Wirkung erzielt, wenn auch nicht so stark wie die mRNA-Vakzine.

Nun verbreitete Novavax jedoch eine weitere frohe Botschaft. Demnach bestehe auch ein Schutz vor der auf dem Vormarsch befindlichen Omikron*-Variante, die in Deutschland* zeitnah die fünfte Corona-Welle durch das Land peitschen wird. Nach ersten Daten einer Studie zum Schutz für Jugendliche sei eine wirksame Immunreaktion festgestellt worden, die durch die Auffrischung noch verstärkt werde.

Hinter mehreren Dosen und einer Spritze ist der Schriftzug Omikron zu lesen
Ein Silberstreif am nicht zu fernen Horizont: Mit dem Präparat von Novavax darf in der EU der erste proteinbasierte Impfstoff gegen Covid-19 verabreicht werden. © JUSTIN TALLIS/afp

Novavax-Impfstoff: Laut Lauterbach vier Millionen Dosen für Deutschland zu erwarten

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hatte erklärt, dass der Bund vier Millionen Dosen des Novavax-Vakzins bestellt habe. Die Auslieferung werde wahrscheinlich im Januar erfolgen.

Die Strategische Beratende Expertengruppe für Impfungen (SAGE) der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gab zunächst eine Empfehlung von zwei Dosen für Personen ab 18 Jahren im Abstand von drei bis vier Wochen heraus. Immungeschwächten wird zudem zu einer dritten Impfung geraten, die einen bis drei Monate nach dem zweiten Pieks anstehen sollte.

Der Wirkstoff solle in bestimmten Bevölkerungsgruppen zur Anwendung kommen, einschließlich Personen mit Komorbiditäten, stillenden Frauen und Personen, die mit dem menschlichen Immunschwächevirus (HIV) leben. Bei Schwangeren sei abzuwägen, ob der Nutzen gegenüber den verbundenen Risiken überwiege. Auch der Verabreichung von Nuvaxovid und einem inaktivierten saisonalen Grippeimpfstoff stehe nichts im Wege. (mg) *Merkur.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA

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