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Novavax-Impfung schon bald in Deutschland möglich - diese vier Impfstoffe könnten 2022 noch folgen

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Der Corona-Impfstoffes CoronaVac wird derzeit von der EMA geprüft. Er könnte auch in Deutschland bald verfügbar sein.
Der Corona-Impfstoffes CoronaVac wird derzeit von der EMA geprüft. Er könnte auch in Deutschland bald verfügbar sein. © Secretaria Salud Bogota/dpa

Ab Februar kann man sich in Deutschland mit einem neuen Impfstoff vor Corona schützen. Vier andere werden derzeit geprüft und könnten bald folgen.

München - Biontech, Moderna und Johnson & Johnson - diese Impfstoffe werden aktuell in Deutschland verimpft. Nun kommt ein weiterer hinzu: Novavax. Und bald könnten sogar noch mehr folgen.

Corona-Impfungen mit dem Präparat des US-Herstellers Novavax sollen voraussichtlich Ende Februar in Deutschland starten können. Die erste Lieferung von 1,75 Millionen Dosen soll ab dem 21. Februar zur Verfügung stehen, wie Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach am Freitag mit Verweis auf Firmenangaben in Berlin sagte.

Noch stünden genaue Termine für weitere 3,25 Millionen Dosen, die gekauft wurden, nicht fest. Er hoffe auf Lieferung noch im Februar. Lauterbach erläuterte, das Präparat, das „quasi ein Totimpfstoff“ sei, solle denjenigen besonders zur Verfügung stehen, die diese Art der Impfung bevorzugten. Er selbst könne die Wertigkeit für die Omikron-Variante nicht gut einschätzen.

Vier neue Impfstoffkandidaten für Deutschland - aus zwei stammen aus Frankreich

Auch andere Impfstoffe könnten laut einer Recherche des ZDF bald in Deutschland verfügbar sein: Aktuell haben „Vidprevtyn“ von Sanofi Pasteur, „VLA2001“ von Valneva, „Coronavac“ von Sinovac und „Sputnik V“ vom Gamaleja-Institut die besten Chancen darauf. Diese werden derzeit in einem Rolling-Review-Verfahren von der EMA geprüft. Vidprevtyn ist ein Protein-Impfstoff aus Frankreich, der gemeinsam mit der Firma GSK aus Großbritannien entwickelt wird. Proteinwirkstoffe sind bei normaler Kühlschranktemperatur mehrere Monate haltbar, und Deutschland hat sich im Fall der Zulassung 20 Millionen Dosen gesichert.

Zweiter Kandidat ist VLA2001, der auf abgetöteten Viren basiert. Valneva ist ein französisch-österreichisches Unternehmen. Das Unternehmen berichtete von Ergebnissen aus der klinischen Phase-3-Studie, dass der Wirkstoff wirksamer als Astrazeneca und „gut verträglich“ sei. Auch er soll bei normaler Kühlschranktemperatur haltbar sein. VLA wäre laut Paul-Ehrlich Institut der erste in der EU entwickelte „Ganzvirus-Impfstoff“ gegen Corona. Hier wurden elf Millionen Dosen vorbestellt.

Coronavac aus China und Sputnik aus Russland - bald auch in Deutschland?

Coronavac, das auch mit abgetöteten Viren arbeitet, kommt aus China und ist ebenfalls ein Ganzvirus-Impfstoff. Im Reich der Mitte ist es seit Februar 2021 verfügbar und wird auch in anderen Ländern verimpft. Es zeigt aber eine geringere Wirksamkeit als die in der EU gängigen Impfstoffe.

Schließlich darf sich auch der Vektorimpfstoff Sputnik V Hoffnung auf Zulassung in Deutschland machen. Im August 2020 war er der erste Impfstoff gegen Corona überhaupt gewesen. Er wird in vielen Staaten verimpft und auch die Fachzeitschrift The Lancet hat ihn als sicher und zu 90 Prozent wirksam deklariert. Die WHO hat ihn wegen fehlender Daten aber nicht anerkannt. (cg)

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